Investmentbanker Willi Hemetsberger will
Constantia Privatbank kaufen und führen

Willi Hemetsberger, Ex-Topmann der Bank Austria, will die Constantia Privatbank. Hinter ihm dürften Großkunden der Bank stehen.

Nachdem von den ursprünglichen Interessenten keiner mehr übrig geblieben ist, kommt jetzt wieder neue Bewegung in die Verkaufsverhandlungen der Constantia Privatbank (CPB). Wie das "Format" in seiner Printausgabe 42/09 berichtet, hat der Investmentbanker und Ex-Bank Austria-Vorstand Willi Hemetsberger (im Bild) am Wochenende seine Absicht zur Übernahme der Bank hinterlegt.

Kauf im Konsortium
Hemetsberger will die Privatbank, die im Herbst 2008 in einem Notverkauf von den heimischen Großbanken aufgefangen werden musste, als Teil eines Konsortiums kaufen und würde sie auch führen. Hinter Hemetsberger würden ein paar Großkunden der Bank stehen, darunter der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Franz Rauch. Gerüchte, wonach auch Martin Schlaff, zu dem Hemetsberger einen guten Kontakt habe, mit von der Partie sei, hätten sich bis dato nicht verifizieren lassen.

50 Mio Euro Kaufpreis
Hemetsberger würde nicht nur die operative Geschäft der Bank übernehmen, sondern auch die "Bad Bank". Vor allem Ex-Bank-Austria-Boss Erich Hampel, der diese Causa noch verhandle, mache sich für Hemetsberger stark. Der Kaufpreis von rund 50 Mio. Euro werde zusammen mit den Partnern kein Problem sein. Schwieriger werde es sein, die laufende Finanzierung für eine Liquidität von 200 Mio. Euro auf die Beine zu stellen.

Auch LGT Bank interessiert
Ebenfalls Interesse an der Constantia Privatbank hat die LGT Bank des Liechtensteiner Fürstentums angemeldet. Allerdings hätten die Constantia-Gesellschafter mit diesem Interessenten weniger Freude, weil ein Verwandter des Fürsten, Prinz Michael von Liechtenstein, einer der engsten Vertrauten von Christine de Castelbajac sei, der Ex-Besitzerin des Bank und eine Schlüsselfigur bei der Abarbeitung des Immofinanz-Skandals. Daher bestehe die Angst, dass die LGT die Machenschaften früherer Constantia-Organe zudecken könnte, heißt es.

Von Andreas Lampl

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff