Insolvenzgespenst bei der AUA

Im Jänner hat die AUA 737.400 Passagiere befördert, das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die guten Verkehrszahlen, die Austrian Airlines am Donnerstag vorlegte, zeigen zwar, dass es bei der heimischen Fluglinie vorwärts geht. Denn Hauptkonkurrent Niki verbuchte nur 179.653 Passagiere, um 10 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Doch ergebnismäßig ist die Misere unverändert. Daran ändert auch nichts, dass auf Drängen des Betriebsrats am Freitag, dem 10. Februar, ein Sonderaufsichtsrat zum angekündigten Sparprogramm eingeschoben wird, in dem die wirtschaftliche Situation der Lufthansa-Tochter auf den Tisch gelegt werden soll. Die Lage ist durchaus ernst: Selbst das Gespenst einer Insolvenz geistert bei der AUA zunehmend herum. Zumindest in Gesprächen innerhalb der Belegschaft.

Grounding

Der jetzige Lufthansa-Boss Christoph Franz hat bei der Swiss gezeigt, wie eine Sanierung funk­tionieren kann, wenn zuvor das „Grounding“ einer Airline stattfindet. Das Luftfahrtportal Austrian Wings ortet die Stimmung bei den AUA-Mitarbeitern am Nullpunkt – nicht wenige meinen, dass ein „Ende mit Schrecken“ besser sei als ein „Schrecken ohne Ende“. Vor kurzem musste die ungarische Malév am Boden bleiben, auch die Spainair schlitterte in die Pleite. „Ein Konkurs kann keine Strategie für die AUA sein, kein vernünftiger Manager würde mit so etwas drohen“, wendet allerdings AUA-Sprecher Peter Thier ein.

Doch der rot-weiß-roten Fluglinie könnte von einer anderen Seite neues Ungemach drohen. Seit 2009 sind beim Europäischen Gerichtshof zwei Klagen der AirBerlin-Tochter Niki anhängig: ­Wegen der 500-Millionen-Euro-Beihilfe, die die AUA im Zuge des Verkaufs an die Lufthansa bekommen hat, und bezüglich der wettbewerblichen Auswirkungen des Zusammenschlusses. Gleichzeitig lobbyiert die AUA bei der heimischen Politik: Wien könne nur Drehkreuz für eine Airline sein, entweder die AUA oder Niki.

-Miriam Koch, Angelika Kramer

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