Industriellen-Generalsekretär Neumayer macht gegen Verunsicherung mobil

FORMAT: Österreichs Unternehmen geht es (noch) gut. Was muss getan werden, um die bevorstehenden Herausforderungen meistern zu können?

Christoph Neumayer: Österreichs exportorientierte Industrie ist Träger des Aufschwungs, drei Viertel der Konjunkturerholung seit 2008 sind der Industrie und dem industrienahen Dienstleistungssektor zuzuschreiben. Die Unternehmen sind im internationalen Wettbewerb gut positioniert, teilweise Weltmarktführer in ihren Nischen. Wir erleben allerdings ein hohes Maß an Verunsicherung, was die weitere Entwicklung auf den Weltmärkten betrifft, österreichinterne Steuererhöhungsdiskussionen sind ebenso wenig hilfreich.

FORMAT: Wie kann man den Standort Österreich gegen kommende Krisen absichern?

Neumayer: Der Wirtschafts- und Industriestandort Österreich fällt seit einigen Jahren in den Wettbewerbsrankings deutlich zurück, was auf die mangelhafte Standortpolitik zurückzuführen ist. Wir müssen die notwendigen Reformschrit - te, die übrigens alle bekannt sind – vom Abbau der Schulden über Reform der Bildung bis hin zur Streichung von Pensionsprivilegien wie der Hacklerregelung – so rasch wie möglich setzen, um den Standort Österreich international wettbewerbsfähiger zu machen. Hier muss die Politik Vertrauen geben und Leadership zeigen.

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