Geldwäscheverdacht gegen Ex-Bank-Austria-Managerin Ursula Radel-Leszczynski

In ihrem Bemühen, die Geldflüsse des Netzwerks rund um Bernard Madoff aufzudecken, sind die Ermittler einmal mehr in Liechtenstein fündig geworden.

Gegen Ursula Radel-Leszczynski, ehemalige Bank-Austria-Managerin und eine der Hauptbeschuldigten in der Causa Primeo in Wien, wird in Liechtenstein nun auch wegen Geldwäsche ermittelt. Dies geht aus einem Vernehmungsprotokoll von Radel-Leszczynski vor dem Landgericht Vaduz vom 16. Dezember 2010 hervor, das FORMAT exklusiv vorliegt.

Die Ex-Bank-Austria-Managerin, die auch wiederholt persönlichen Kontakt mit Madoff hatte, soll demnach in Liechtenstein eine Stiftung mit dem Namen „Abdank“ errichtet haben, über die namhafte Beträge geflossen sein sollen. Radel-Leszczynski spricht in der Vernehmung von Beratungshonoraren für ihre Leistung als Managerin von Fonds, bei denen Madoff als Broker fungierte. Den Ermittlern in Liechtenstein kamen die auf die Stiftung überwiesenen Beträge anscheinend etwas hoch vor. Auf die Frage, wofür einmal 110.000 Euro überwiesen wurden, antwortet Radel-Leszczynski: „... so war dies eben für meine Beratungstätigkeit. Die Beratungsdienstleistungen im Finanzsektor werden eben sehr gut bezahlt.“ Einige andere Geldflüsse vermag sie in der Vernehmung gar nicht zu erklären.

Bei der Konstruktion der Stiftung wurde die ehemalige Managerin von niemand Geringerem als Prinz Michael von Liechtenstein, dem früheren Aufsichtsratschef der Constantia Privatbank, beraten. „Die Angaben bezüglich der Herkünfte der Vermögenswerte, welche in die Abdank-Stiftung fließen sollten, habe ich direkt gegenüber Prinz Michael von Liechtenstein gemacht“, gibt Radel-Leszczynski dazu gegenüber den Ermittlern an.

– AKRA

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