Geldregen bei Red Bull: Getränkeriese verzeichnet 17 Prozent Gewinnsteigerung

Red Bull hat erneut einen Rekordgewinn von 234,5 Mil­lionen Euro erwirtschaftet. 47 Millionen davon flossen Ende letzten Jahres auf das Konto von Firmengründer Mateschitz.

Äußerst relaxt und gut gelaunt konnte man Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz letzte Woche am Rande der Kitzbüheler Streif beobachten. Ein Grund für seine gute Laune sei die junge Dame an seiner Seite, munkelten Society-Kenner. Ein weiterer dürften wohl die wie geschmiert laufenden Geschäfte mit seinen Energy-Drinks sein und die fette Di­vidende, die daraus resultiert.

17 Prozent Gewinnsteigerung
Laut FORMAT vorliegen­dem Jahresabschluss der Red Bull GmbH hat das Unternehmen mit Sitz in Fuschl im Jahr 2007 nämlich einen neuen Rekordgewinn in Höhe von 234,5 Millionen Euro (Jahresüberschuss) erzielt. Im Jahr zuvor belief sich dieser noch auf 200 Millionen Euro. Dem „Bullen“ gelang also eine eindrucksvolle Gewinnsteigerung von 17 Prozent. Und das in Zeiten der beginnenden Krise.

Schönes Körberlgeld
Von diesem Gewinn verbleibt dem 49-Prozent-Eigentümer ein erkleckliches Körberlgeld: Wie aus einem Gesellschafter­beschluss im Firmenbuch ersichtlich, schüttet das Unternehmen insgesamt 96,35 ­Millionen Euro an Dividenden aus. Für Mateschitz, der vom Magazin „Forbes“ auf Rang 260 der reichsten Menschen dieser Welt geführt wird, ­blieben unter dem Strich be­eindruckende 47,2 Millionen Euro über. Dieses Geld wurde ihm am 15. De­zember des Vorjahres auf sein Konto überwiesen. Über die restliche Ausschüttung in der Höhe von 49,15 Millionen Euro kann sich Mateschitz’ Mitgesellschafter bei Red Bull freuen, der thailändische Milliardär Chaleo Yoovidhya. Die Einkommenssteigerung des Oberbullen kann sich sehen lassen: Denn vor zwei Jahren war die Dividende noch um zehn Millionen Euro niedriger.

Schulden im Rahmen
Auch sonst verleiht die Unternehmensbilanz von Red Bull Flügel: Der Eigenkapitalanteil erhöhte sich von 65,1 auf 71,1 Prozent. Auch die Bankschulden des Energy-Drink-Herstellers, der weltweit 3,5 Milliarden Dosen verkauft, bewegen sich mit 45 Millionen Euro im Rahmen. Worauf Mateschitz in seinem Lagebericht besonders stolz ist: „Die Geldanlagen sind nur bei erstklassigen Finanzinstituten und in erstklassigen Staatsanleihen getätigt worden.“ Ob er das in seiner nächsten Bilanz immer noch so sieht, bleibt aber abzuwarten.

Vergleich zu Coca-Cola
Auch wenn sich die Zahlen des Bullen sehen lassen können, die Hauptkonkurrenz, der Softdrink-Riese Coca-­Cola, hat bei vielem noch die Nase vorne: Einer Umsatzrendite von 13 Prozent von Red Bull (auf GmbH-Basis) setzt Coca-Cola eine von 20 Prozent entgegen. Und auch beim Wert der Marke liegen die Amerikaner mit 46 Milliarden Euro gegenüber zwölf Milliarden noch weit in Front.

Von Angelika Kramer

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