Geldgeber statt Geldnehmer: „Maschis“ neues Leben

Geldgeber statt Geldnehmer: „Maschis“ neues Leben

AWD-Gründer Maschmeyer ist bei seinen neuen Investments nicht sehr wählerisch.

Carsten Maschmeyer hat es in Deutschland nicht nur als Gründer von AWD zu einiger Berühmtheit gebracht. Auch seine Beziehung zu Schauspielerin Veronica Ferres und seine Nähe zum ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und zu Exkanzler Gerhard Schröder verhilft dem Finanzjongleur regelmäßig zu Schlagzeilen im Boulevard.

Seit wenigen Monaten macht „Maschi“ auch als Business Angel von sich reden. Auf seiner Einkaufsliste stehen kleinere bis mittelständische Unternehmen und Start-ups. Für dieses neue Kapitel in seinem Leben stehen dem 53-Jährigen insgesamt kolportierte 600 Millionen Euro aus dem Verkauf seiner AWD-Anteile zur Verfügung. Letztes Jahr hat Maschmeyer gemeinsam mit dem ehemaligen Blackstone-Manager Jörg Goschin die Firma Alternative Strategic Investments (Alstin) gegründet.

Von Biotech bis Fahrrad

Über dieses Vehikel, das 200 Millionen Euro schwer
sein soll, versucht sich das Duo nun in völlig unterschiedlichen Branchen: von Gesundheit über Biotech und Online-Dienste bis hin zur Fahrradproduktion.

Geschätzte zwölf Millionen Euro investierte Maschmeyer zuletzt in den börsennotierten deutschen Fahrradhersteller Mifa. Dem Mifa-Aktienkurs hat dieser Einstieg nicht geschadet. Im Mai dieses Jahres wiederum engagierte sich der AWD-Gründer beim chinesischen iTunes-Rivalen 88tc88. Das Unternehmen will den chinesischen Musikmarkt ganz groß aufmischen. Und über seine Firma papagei.tv floss jüngst ein zweistelliger Millionenbetrag in das Berliner Start-up Orderbird, einen Hersteller von Kassensystemen für die Gastronomie.

Investments in die Biotech-Firma Biofrontera und in den Klinikbetreiber Marseille-Kliniken sowie in einige Zinshäuser in Berlin und Hotels auf Maschmeyers Lieblingsinsel Mallorca komplettieren vorerst den Bauchladen.

Vorerst, denn Maschmeyer hat mit Alstin noch viel vor. Seine Scouts suchen vor allem den deutschen Markt weiter nach interessanten Investmentgelegenheiten ab. Geld ist jedenfalls noch genug da. Und weil das alles noch nicht reicht, hat sich der umtriebige AWD-Chef kürzlich als Buchautor betätigt. Manchen AWD-Geschädigten wird das Buch „Selfmade“ sicher interessieren.

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