Frank Stronach im großen FORMAT-Interview

Frank Stronach enthüllt im Interview mit FORMAT seine politischen Ambitionen und spricht über die Ziele der von ihm geplanten „Österreichischen Bürgerallianz“.

Der Milliardär Frank Stronach verkaufte im Juli 2010 seine Stimmenmehrheit an dem von ihm gegründeten kanadischen Magna-Konzern und erhielt dafür mehr als eine Milliarde Dollar. Seit dem Rückzug aus dem operativen Geschäft machen immer wieder Gerüchte über politische Ambitionen Stronachs in Österreich die Runde. Im Gespräch mit FORMAT – am Tag des Kanzlerfestes, das Stronach auch besuchte – präzisierte der gebürtige Steirer nun erstmals seine Idee einer Bürgerbewegung, die er gründen und finanzieren will, um Reformen im Land durchzusetzen. Neben seinen politischen Plänen betreibt Stronach in Nordamerika Pferderennbahnen und will in Florida ein Casino im Las-Vegas-Stil bauen. Außerdem steigt er in den USA in die natürliche Rinderzucht ein. Seine Firmen E-Car-Systems und BionX entwickeln Elektrofahrzeuge bzw. Elektromotoren. Rund ein Drittel seiner Zeit verbringt Frank Stronach mittlerweile wieder in Österreich.

FORMAT: Mr. Stronach, Sie haben im Vorjahr Ihre Stimmenmehrheit am Magna-Konzern verkauft, sehr viel Geld bekommen und wollen sich jetzt in Österreich politisch engagieren, wie man hört.

Stronach: Ich will so anfangen: Ich bin einigermaßen wohlhabend, und ich habe Geld verdient, indem ich Arbeitsplätze geschaffen habe. Andere verdienen ja gut, weil sie Arbeitsplätze reduzieren. Das Leben war sehr gut zu mir, jetzt möchte ich einen kleinen Teil meines Vermögens zurückgeben und es für eine bessere Gesellschaft einsetzen.

FORMAT: Sie wollen jetzt, nach Ihrer erfolgreichen Karriere als Unternehmer, Politik machen?

Stronach: Ich will auf der Basis demokratischer Prinzipien zum Strukturwandel in Österreich beitragen. Ich vergleiche das ganz einfach mit einem Unternehmen, dort ist wichtig, dass ich die richtigen Managementstrukturen habe. Und die Regierung ist das Managementteam eines Landes. Unglücklicherweise – und das meine ich nicht zynisch – sitzen dort Politiker, und das vorrangige Ziel eines Politikers ist, wieder gewählt zu werden. Das ist ein Problem für die langfristigen Perspektiven eines Landes.

FORMAT: Weil Politiker hauptsächlich von der Angst, ihren Job zu verlieren, angetrieben werden?

Stronach: Das auch, aber viele haben schon auch Idealismus. Sie fürchten, wenn sie weg sind, dann kommen andere und machen Fehler.

FORMAT: Welche Lösung dieses Strukturproblems der Politik schwebt Ihnen denn vor?

Stronach: Winston Churchill hat gesagt, es gibt keine bessere Lösung als die Demokratie, die wir haben. In der Zwischenzeit haben wir aber große Fortschritte gemacht, technologisch zum Beispiel durch die Informationstechnologie, sodass ich schon glaube, dass heute eine bessere Form der Demokratie möglich ist …

FORMAT: Inwiefern denn konkret?

Stronach: Dass Wichtigste ist, dass Volksvertreter nicht über Parteilisten in ihre Funktion kommen, sondern in den Bezirken direkt gewählt werden. Weil sie dann die Menschen und deren Anliegen besser verstehen. Und die Opposition darf nicht immer nur kritisieren und überall dagegen sein, sondern muss Teil der Lösung sein. Sie muss Verantwortung übernehmen.

FORMAT: Also mehr direkte Demokratie, wenn wir das richtig verstehen?

Stronach: Ich stelle mir ein System der Bürgervertretung vor, bei dem zuerst ein Computer pro Wahlkreis nach dem Zufallsprinzip je 20 Leute auswählt, ähnlich einem Geschworenensystem.

FORMAT: Irgendwelche Leute?

Stronach: Gewisse Voraussetzungen müssen natürlich erfüllt sein: ein gutes Leumundszeugnis, österreichische Staatsbürgerschaft und ein Mindestalter von 40 Jahren zum Beispiel. Aus dieser Gruppe wird im zweiten Schritt ein Vertreter pro Wahlkreis direkt in die Bürgervertretung gewählt, die dann beispielsweise aus 92 Mitgliedern bestehen könnte.

FORMAT: Und welche Aufgaben hätte?

Stronach: Ich will nicht das Parlament abschaffen und auch nicht die Parteien. Aber die politische Führung des Landes soll durch eine sozialökonomische Führung, eben die Bürgervertretung, ergänzt und ausbalanciert werden. Diese stimmt bei wichtigen Gesetzen mit ab – und zwar geheim. Dadurch muss sowohl die Regierung als auch die Opposition um die Zustimmung der Bürgervertretung für ihre Konzepte werben. Gewinnt der Vorschlag der Opposition, kann die Regierung überlegen, ob sie ihn annimmt, ihren eigenen Vorschlag verbessert oder zurücktritt.

FORMAT: Mr. Stronach, haben Sie auch schon Pläne, wie Sie Ihren Ideen zum Durchbruch verhelfen wollen? Werden Sie eine politische Bewegung gründen und dort persönlich auftreten?

Stronach: Ich habe sehr viel erreicht. Ich brauche keinen Titel und kein Amt mehr. Aber ich überlege, wie ich Österreich nützlich sein und beitragen kann, das Land effizienter zu gestalten. Dafür will ich eine Bürgerbewegung in Gang bringen und hoffe, dass sich genügend Menschen finden, die mitmachen. Meine Ideen sind ja für die meisten leicht zu verstehen. Persönlich kann ich viel Erfahrung einbringen: Ich war Aufsichtsrat in Banken, Universitäten, Spitälern und in sozialen Organisationen. Und ich kann persönlich Geld einbringen, um ein solches Projekt zu finanzieren.

FORMAT: Haben Sie schon einen Namen für das Projekt?

Stronach: Österreichische Bürgerallianz wäre eine Möglichkeit, aber wir sind noch beim Nachdenken und auch für Vorschläge offen. Wichtiger als der Name ist, dass wir Österreich effizienter gestalten. Denn wenn sich nichts ändert, wird Österreich den gleichen Weg wie Griechenland gehen.

FORMAT: Glauben Sie das im Ernst? Österreich steht doch in allen Daten viel besser da, die Situation ist mit der in Griechenland nicht vergleichbar …

Stronach: Wenn die Politik hier so weitermacht wie bisher, dann steuert auch dieses Land auf den Ruin zu, das muss einmal offen ausgesprochen werden.

FORMAT: Okay, kehren wir zurück zu Ihrer Bürgerbewegung. Wie soll sich die organisieren?

Stronach: Wie wir die Organisation aufstellen, muss noch im Detail überlegt werden. Ich bin bereit, eine Plattform zu bezahlen, wo sich Menschen, die über das System frustriert sind, einbringen können. Andere Länder haben Wutbürger. Mein Ziel ist, dass wir Mutbürger haben.

FORMAT: Bevor Sie zu Wutbürgern werden?

Stronach: Ja, aber ihre Unzufriedenheit sollen sie schon öffentlich ausdrücken.

FORMAT: Und soll aus dem Projekt am Ende eine Art Partei hervorgehen?

Stronach: Ich hoffe schon, dass daraus eine Partei werden kann. Aber nicht eine Wirtschaftspartei. Eine Partei muss für alle Bürger da sein, nicht nur für einen Teil der Gesellschaft. Es darf auch nicht das Ziel sein, der Wirtschaft freien Lauf zu lassen.

FORMAT: Sie planen ja auch ein politisches Magazin. Das soll wohl zur Verbreitung Ihrer Ideen dienen?

Stronach: Ein eigenes Magazin ist eine Option. Eine Beilage zu einem bestehenden Medium wäre eine andere Möglichkeit. Es ist noch nicht entschieden, was wir genau machen.

FORMAT: Sind auch weitere Medien-Engagements denkbar – bis hin zum Fernsehen?

Stronach: Das kann durchaus sein. Wir prüfen, ob die eine oder andere Medienbeteiligung Sinn ergeben würde.

FORMAT: Was sind denn jetzt politische Inhalte, wo Sie so dringenden Handlungsbedarf sehen?

Stronach: Ich sehe vier Hauptthemen. Das Wichtigste ist die Parlamentsreform, also dass der Staat besser gemanagt wird. Darüber haben wir gesprochen. Das Zweite ist ein neues Steuersystem. Österreich hat derzeit einen Steuerdschungel, wo sich keiner mehr auskennt. Das muss wesentlich einfacher werden. Außerdem sollen Unternehmen nur Steuer auf Gewinne zahlen, die ausgeschüttet werden. Wenn das Geld in der Firma bleibt oder wenn ein Unternehmen in Österreich investiert und damit Arbeitsplätze schafft, dann sollte es nicht besteuert werden.

FORMAT: Und wenn es im Ausland investiert?

Stronach: Dann wird eine Steuer fällig, weil es uns nicht hilft, wenn in China Arbeitsplätze entstehen.

FORMAT: Soll der Staat generell mit niedrigeren Steuern auskommen?

Stronach: Selbstverständlich. Eine Firma hat nie Probleme, weil die Arbeiter schlecht sind, sondern immer nur deshalb, weil die Verwaltung ineffizient oder einfach zu groß ist. Genauso ist es bei einem Staat. Österreich ist total überverwaltet, da haben wir miserable Zustände. Ziel muss sein, 50 Prozent der Verwaltungskosten innerhalb von fünf Jahren zu sparen. Dann reicht es auch aus, wenn die Bürger 20 bis 25 Prozent Abgaben zahlen und nicht 40 Prozent wie jetzt.

FORMAT: Wie würden Sie denn die Hälfte der Beamten loswerden?

Stronach: Das muss zivilisiert passieren, ist aber möglich. Sie könnten freiwillig früher in Pension gehen, oder man zahlt sie – mit fünf Prozent Abschlag jedes Jahr – weiter, bis sie einen anderen Job gefunden haben.

FORMAT: Und die beiden weiteren Punkte auf Ihrer Agenda?

Stronach: Das dritte Thema ist eine Gesundheitsreform, da herrscht ein Wirrwarr, das entflechtet werden muss. Das vierte Thema ist die Schulreform, vor allem die Frage: Wer lehrt die Lehrer? Die Jungen lernen ja teilweise falsche Inhalte. Meiner Meinung nach muss man mit gesunder Ernährung und Sport beginnen. Und es ist wichtig, dass sie lernen, die Wirtschaft zu verstehen. Heute wird ihnen beigebracht, dass in der Wirtschaft nur ausgenützt wird, damit manche einen Profit machen. Das ist ganz falsch.

FORMAT: Wie stehen Sie denn zur Diskussion um das Leistungsprinzip, die gerade dieser Tage unter dem Schlagwort „Aufsteigen mit drei Fünfern“ heftig geführt wird?

Stronach: Ich meine, dass man Störenfriede, die sich asozial verhalten, in eigenen Klassen separieren muss. Ansonsten würde ich jeden aufsteigen lassen, weil Kinder mit der Zeit selbst begreifen müssen, dass Leistungsbereitschaft für den späteren Berufsweg wichtig ist.

FORMAT: Eine andere endlose Debatte ist, ob man an den Universitäten Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren einführen soll.

Stronach: Da vertrete ich einen Standpunkt, der mir wahrscheinlich sehr viel Kritik einbringen wird. Es sollte die Pflicht des Staates sein, junge Leute bis 18 Jahre auszubilden, zum Beispiel acht Jahre Grundausbildung, dann vier Jahre eine Schule, die auf einen Beruf vorbereitet. Danach bräuchte es nur mehr ein paar kleine Spezialuniversitäten, mit hohem Niveau und einer harten Selektion, die auch von der Wirtschaft finanziert werden müssen. Dort werden Ärzte, Wirtschaftsexperten oder auch Fachleute für Zukunftstechnologien ausgebildet.

FORMAT: Und der große Rest soll gar nicht mehr auf einer Universität studieren?

Stronach: Schauen Sie, wir brauchen nicht Massen von Soziologen, Philosophen oder Germanisten. Was wir brauchen, sind Maurer, Bäcker, Maschinenführer oder Techniker.

FORMAT: Aber widerspricht das nicht diametral der Erkenntnis, dass westliche Staaten in Bildung, Bildung, Bildung investieren müssen, weil sie sonst nicht mehr wettbewerbsfähig sind?

Stronach: Wir müssen aufhören, den jungen Leuten nur was vorzuspielen. Der Staat muss Prioritäten setzen. Zum Beispiel sind Umweltwissenschaften wichtiger als Geisteswissenschaften. Und es steht ja jedem frei, sich auf eigene Kosten weiterzubilden.

FORMAT: Für diesen Standpunkt werden Sie tatsächlich empörten Widerspruch ernten …

Stronach: Mein Vorteil ist, dass ich mich völlig frei äußern kann, weil ich unabhängig bin, finanziell und auch sonst. Wenn du in Österreich ein Angestellter bist, kannst du es dir nicht leisten, frei deine Meinung zu sagen. Selbst die Unternehmer sind von allen möglichen Strukturen abhängig. Ich bin das nicht, und deswegen will ich eine Bürgerallianz für Veränderung ins Leben rufen.

FORMAT: Haben Sie schon Köpfe, die Ihre Ideen tragen? Man braucht starke Galionsfiguren, um erfolgreich sein zu können.

Stronach: Ich möchte keine Namen nennen. Wir sind dabei, Leute auszuwählen, die mitmachen. Ich stehe für das Grundkonzept, das jetzt zusammen mit geeigneten Personen verfeinert wird. Ich habe vor, Leute längerfristig zu engagieren, damit sie abgesichert sind und keine Angst haben müssen, keinen Job mehr zu finden.

FORMAT: Fürchten Sie Repressionen gegen Personen, die bei Ihrem Projekt eine Rolle spielen?

Stronach: Jene, die jetzt am Ruder sind, werden mit Zähnen und Klauen den Status quo verteidigen. Das ist überall auf der Welt so, schauen Sie nach Libyen. Bei uns passiert das zum Glück nicht mit Gewalt, bei uns muss man nur buckeln.

FORMAT: Streben Sie möglicherweise eine Zusammenarbeit mit anderen an, die ebenfalls über politische Reform-Plattformen nachdenken? Zum Beispiel der Management Club mit Herbert Paierl, der ja auch im Magna-Konzern arbeitet, oder im Umfeld der Industriellenvereinigung?

Stronach: Es gibt da bislang nur minimale Kontakte. Aber ich kann mir mit jedem eine Kooperation vorstellen, der meine vier Hauptpunkte für Reformen akzeptiert.

FORMAT: Wie ist eigentlich Ihre Haltung zur EU?

Stronach: Die Idee der EU ist gut, die Umsetzung katastrophal. Die Struktur der EU ist selbstzerstörend, wie sich ja jetzt zeigt. Niemand hätte eine Zentrale in Brüssel gebraucht, und schon gar niemand hätte einen Euro gebraucht.

FORMAT: Sie sind ein Gegner der Währungsunion?

Stronach: Ein Beispiel: Wenn von 20 Bauern fünf fleißig arbeiten, zehn so halb-halb, und fünf arbeiten wenig, aber alle kriegen das Gleiche raus, dann kann etwas nicht stimmen. So ähnlich ist es mit dem Euro.

FORMAT: Das heißt, Sie würden sich auch gegen die Griechenlandhilfe aussprechen?

Stronach: Die Griechen müssen sich selbst aus der Misere ziehen. Nun viele Milliarden hineinzupumpen ist der falsche Weg. Sie werden die Schulden nie zurückzahlen können, das Problem wird lediglich in die Zukunft verschoben. Natürlich lässt man seinen Nachbarn in Zeiten der Not nicht hängen, aber es wäre besser, etwa mit Lebensmitteln zu helfen.

FORMAT: Noch einmal nach Österreich: Sie trauen den Parteien offenbar nichts mehr zu. Sonst könnten Sie sich ja auch dort engagieren, anstatt eine Gegenbewegung zu gründen.

Stronach: Ich glaube schon, dass sich die Parteien von innen reformieren können, aber sie brauchen den Druck von außen. Das gilt auch für Gewerkschaften. Ich bin nicht gegen Gewerkschaften, wie oft gesagt wird, aber sie müssen sich ändern.

FORMAT: Was ist denn Ihre Hauptforderung an die Gewerkschaften?

Stronach: Sie müssen erkennen, dass ein Unternehmen nicht das soziale Auffangnetz für die Gesellschaft sein kann. Eine Firma hat primär die Aufgabe, erfolgreich zu sein. Firmen, die keinen Gewinn machen, sind eine Last. Die Armut zu bekämpfen halte ich für eines der wichtigsten Ziele, aber das ist vorrangig Aufgabe der Gesellschaft, nicht der Wirtschaft.

FORMAT: Das passiert durch die Umverteilung.

Stronach: Eine gewisse Umverteilung ist nötig. Aber es ist wichtig zu verstehen: Der Staat kann dir nur geben, was er dir vorher genommen hat. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und habe dreimal am Tag Sterz bekommen. Ich weiß daher, wovon ich spreche. Mein Ansatz ist: Niemand soll hungrig ins Bett gehen. Ich würde Sozialkarten ausgeben, für die man Lebensmittel, Gesundheitsversorgung und ein Obdach erhält. Dafür muss die Gesellschaft sorgen.

FORMAT: Aber Reiche wie Sie sollen keinen größeren Beitrag leisten, wie das seit der Wirtschaftskrise verstärkt verlangt wird?

Stronach: Ich bin gegen Regeln, die die Kreativität, Produktivität und den Fortschritt behindern. Das wäre der Weg in eine sterbende Gesellschaft. Aber ich bin bereit, etwas beizutragen. Ich will nicht, dass meine Ururenkel fragen, warum ich nichts getan habe, obwohl ich die Mittel dazu gehabt hätte. Das Gewissen von Leuten, die sich wie ich ihr Geld sehr schwer erarbeitet haben, ist da vielleicht feinfühliger.

FORMAT: Manche meinen, Ihre politischen Ambitionen haben damit zu tun, dass Ihnen nach dem Rückzug aus dem Magna-Konzern etwas langweilig ist.

Stronach: Mir ist nicht langweilig. Ich betreibe Sport, denke über gesellschaftliche Fragen nach und bin in vielen Bereichen unternehmerisch tätig. Besonders wichtig ist mir das Thema Elektromobilität. Außerdem habe ich Pferderennbahnen in den USA.

FORMAT: Wie man hört, sind Sie dabei, in den USA auch groß ins Glückspielgeschäft einzusteigen.

Stronach: Es gibt den Plan, ein richtiges Casino wie in Las Vegas in Florida zu errichten. Ich sehe eine gute Chance, dafür eine Volllizenz zu erhalten. Das entscheidet sich im Winter. Dieses Geschäft würde gut zu den Aktivitäten rund um meine Pferderennbahnen passen.

FORMAT: Neben Ihrer bekannten Leidenschaft für Pferde beschäftigen Sie sich nun auch mit anderen großen Tieren. Was steckt hinter Ihrem Einstieg in die Rinderzucht?

Stronach: Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das machen soll. Der Beweggrund ist, dass ich entsetzt bin, wie Menschen mit Tieren umgehen, wie grausam die Haltung oft ist. Bei mir laufen alle Tiere frei herum.

FORMAT: Und Sie bauen zusätzlich zu Ihren Farmen auch eine Fleischverarbeitung?

Stronach: Ja, und zwar eine, wo die Tiere nicht misshandelt werden. Ich esse schon jetzt wenig Fleisch, dann werde ich nur noch Fleisch aus der eigenen Produktion essen. Schon Mahatma Gandhi hat gesagt, dass man eine Gesellschaft danach bewerten kann, wie sie mit ihren Tieren umgeht.

Interview: Andreas Lampl

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