FORMAT präsentiert: Die Sieger des österreichischen Klimaschutzpreises 2012

FORMAT präsentiert: Die Sieger des österreichischen Klimaschutzpreises 2012

In einer glanzvollen Gala wurden die vier Sieger des Österreichischen Klimaschutzpreises gekürt. Ihre Ideen sind beispielgebend - Österreichs Wirtschaft wird immer grüner.

Großer Sturm, unscheinbare Ursache. Warum der gigantische Hurrikan Sandy entstand und vor kurzem New York und die US-Ostküste durcheinanderwirbeln konnte, erklärt der Klimaforscher Stefan Rahmstorf so: Der Grund sei eine "Blockade“ durch ein massives Hoch über Grönland. "Eine Reihe von Studien hat in den letzten Jahren gezeigt, dass eine geringe Eisausdehnung in der Arktis eine Hochdrucklage über Grönland im folgenden Herbst/Winter begünstigt.“ Es gibt die Vermutung, dass ein Zusammenhang zwischen dem diesjährigen Rekordminimum an arktischem Eis und dem seltsamen Pfad dieses Sturms bestehe.

Claudia Reiterer erzählte als Moderatorin des Klimaschutzpreises von Rahmstorf und Sandy, um die Dringlichkeit des Klimaschutzes vor Augen zu führen. Denn es kann verhindert werden, dass das Wetter noch öfter verrückt spielt.

Steirer räumen ab

Wie das Klima geschützt und verbessert werden könnte, zeigen die vielen Projekte, die für den heurigen Preis eingereicht wurden. Aus 335 Ideen wurden dieser Tage vier Sieger gekürt und prämiert, drei davon stammen aus der Steiermark (siehe Projektbeschreibungen). "Mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis zeichnen wir jene Menschen aus, die zeigen, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert: im Alltag, in Betrieben, in Gemeinden oder ganzen Regionen“, sagte Umweltminister Nikolaus Berlakovich. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz betonte, der Preis sei ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz, den der ORF als eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit in seiner Unternehmenspolitik verankert hat.

Auch für viele andere österreichische Unternehmen ist Umweltschutz ein Thema, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt: Bereits 80 Prozent der Unternehmen glauben, dass sich Nachhaltigkeit wirtschaftlich rentiert. Allerdings herrscht eine große Unzufriedenheit mit der Politik. 98 Prozent der Unternehmen vermissen klare politische Vorgaben und Maßnahmen, wie die globalen Klimaziele erreicht werden sollen. Von 26. November bis 7. Dezember wird in Doha (Katar) beim 18. Weltklimagipfel um eine gemeinsame Vorgehensweise gerungen. Ziel ist ein globales Abkommen, das alle Staaten zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen verpflichtet. Das ist umso nötiger, als laut dem jüngsten World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur der globale Energieverbrauch bis 2035 um mehr als ein Drittel ansteigen wird, wobei 60 Prozent der Zunahme auf China, Indien und den Nahen Osten entfallen. Die Europäer hoffen, dass US-Präsident Barack Obama das Thema Klimaschutz ernster vorantreibt als bisher. Denn es war auch der Wirbelsturm Sandy, der einige US-Bürger dazu gebracht hat, Obama zu wählen.

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