FORMAT.at exklusiv zum Fußballwettskandal Hausdurchsuchungen bei Runningball in Graz

Das Unternehmen Runningball Sports könnte in den Skandal um manipulierte Spiele verwickelt sein.

Im Zusammenhang mit dem Fußball-Wettskandal wurden vergangene Woche auch im Raum Graz drei Hausdurchsuchungen durchgeführt. Konkret ging es dabei um die beiden Geschäftssitze der Runningball Sports Information GmbH: in Grambach, wo das Management im Schloss Spielerhof residiert und im Runningball-Operation-Office in der Grazer Triesterstrasse. Zudem wurde die Wohnung von Hans Thomas Gross, 33, durchsucht. Dieser scheint zusammen mit seinem Stiefvater Gerhard Pittner, 63, im Handelsregister als Geschäftsführer der Firma auf. Gross ist der Sohn des – bereits verstorbenen – ehemaligen Landeshauptmannstellvertreters, Pittner Rechnungsprüfer des Steirischen Fußballverbandes. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Geschäftsführer-Telefonate abgehört
Wie FORMAT in seiner am Freitag erscheinenenden Ausgabe berichtet, belegen etliche Telefonüberwachungsprotokolle, dass es zwischen Gross und dem Slowenen Dragan Mihelic eine enge Geschäftsbeziehung gab. Bei diversen Telefonaten ging es auch um die Platzierung von illegalen Wetten. Der 38-jährige Slowene wurde diese Woche verhaftet. Er ist neben Ante Sapina einer der Hauptverdächtigen im aktuellen Wettmafia-Fall. Mihelic soll vor allem über Österreich seine illegalen Wettgeschäfte abgewickelt und hierzulande auch Geldwäsche mit Zockergewinnen betrieben haben.

Hauptquartier für illegale Machenschaften?
Den Hausdurchsuchungen ging ein Rechtshilfeansuchen der Staatsanwaltschaft Bochum voraus, die vermutet, dass die Grazer Runningball Sports Information GmbH, die offiziell nur mit Daten von aktuellen Fußballspielen handeln darf, aber keine Wettkonzession besitzt, in Österreich eine ähnliche Rolle eingenommen haben könnte wie in Berlin das berüchtigte Cafe King. Dieses Lokal diente der Clique rund um den Wettpaten Ante Sapina als Hauptquartier für ihre illegalen Machenschaften. Der Rechtsanwalt von Runningball, Peter Bartl, schließt eine Beteiligung seiner Mandanten an Europas größtem Fußballskandal kategorisch aus.

Richard Schneider

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