FMA-Strafe nach geplatztem Al-Jaber-Deal

Im nunmehr drei Jahre andauernden Match Al Jaber gegen die AUA steht es seit kurzem 2:0 für den Scheich. Wie FORMAT erfuhr, wurden nämlich der jetzige AUA-Chef Peter Malanik und sein früherer Kollege Alfred Ötsch zu einer Verwaltungsstrafe von je 36.000 Euro verdonnert.

Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) teilte die Meinung der Finanzmarktaufsicht, dass die beiden ihre Ad-hoc-Pflichten als Vorstände der börsennotierten AUA im Jahr 2008 verletzt hatten.

Zur Erinnerung: Am 30. 4. 2008 hatte Al Jaber die AUA-Spitze davon informiert, dass er beabsichtige, von seinem Angebot für den Einstieg bei der Fluglinie zurückzutreten. Eine diesbezügliche Ad-hoc-Meldung erfolgte allerdings erst einige Tage später, als das „profil“ einen Brief des Scheichs abgedruckt hatte. Für die Richter des UVS war das zu spät.

Auf FORMAT-Anfrage bestätigen Malanik und Ötsch ihre Niederlage: „Wir sind mehr als verblüfft über den Berufungsbescheid des UVS und werden natürlich fristgerecht eine Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof einbringen. Da diese Beschwerde keine aufschiebende Wirkung hat, wird die Strafe termingerecht bezahlt, sobald die Zahlungsaufforderung eintrifft.“ Gespräche zwischen Al Jaber und dem AUA-Management noch nach dem 30. 4. hätten den schriftlich vorgebrachten Rücktritt des Scheichs wieder relativiert, argumentieren sie. Deshalb hätten sie nach Rücksprache mit den Firmenanwälten eine Meldung unterlassen.

Diese Niederlage ist, wie gesagt, nicht die erste gegen den Scheich. Denn im Februar hat ein Gerichtsgutachter im Schadenersatzprozess Scheich gegen AUA ein „krasses Missverhältnis“ zwischen den Aussagen von Ötsch und der tatsächlichen Lage der Fluglinie erkannt. Das Verfahren ist noch anhängig.

Fein raus ist übrigens AUA-Kovorstand Andreas Bierwirth. Er konnte dem UVS nachweisen, dass er zu der heiklen Zeit im Jahr 2008 nicht in Wien war.

– AKRA

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff