Flughafen-Terminal Skylink: 'Zu eng konzipiert'

Eines ist sicher: Der neue Flughafen-Terminal Skylink kostet mehr als 800 Millionen Euro und damit gut doppelt so viel wie ursprünglich vorgesehen. Und schon jetzt, also mehr als ein Jahr vor seiner offiziellen Inbetriebnahme, ist klar, dass das Mammutprojekt nicht nur zu teuer geraten ist, sondern auch gravierende Mängel aufweist.

Das ergab eine vom Flughafen organisierte Skylink-Begehung vergangenen Montag, an der rund dreißig Flughafen-Mieter teilnahmen. Beim Rundgang zeigte sich rasch, dass gleich an mehreren Stellen schwere Planungsfehler vorliegen. Probleme wird es demnach bei der Abfertigung der Fluggäste geben: Nur zwei Rolltreppen befördern die Passagiere von den Gates im zweiten Stock in die Ankunftshalle. Im Fall von Wartungsarbeiten oder zu Stoßzeiten sind daher lange Warteschlangen programmiert; mit regem Andrang ist zu stark frequentierten Zeiten auch auf den drei schmalen Brücken zu rechnen, die es auf dem Weg von der Ankunfts- in die Abflughalle zu überqueren gilt.

Als völlig verplant kann getrost die Gepäcksabfertigung bezeichnet werden: Die Abstände zwischen den einzelnen Förderbändern sind zu groß, die Koffer fallen teils siebzig Zentimeter in die Tiefe. Der Ratschlag eines Mitarbeiters: „Am besten, Sie nehmen einen Stahlkoffer, damit nichts kaputtgeht.“

Flughafen-Chef Christoph Herbst versucht zu beruhigen: „Es ist kein Chaos zu erwarten. Zu rechnen ist mit einem fließenden Passagierverkehr, einen Massenansturm schließen wir aus. Gröbere Probleme wird es sicher nicht geben.“ Doch selbst der noch bis Jahresende amtierende Airport-Chef gesteht, dass der Skylink „nach Meinung einiger Experten etwas zu eng konzipiert worden ist“.

Hinzu kommt, dass ein neuerlicher Wettlauf mit der Zeit im Gang ist. Insider bezweifeln eine Fertigstellung des Skylinks bis Mitte 2012 mit Hinweis auf interne Turbulenzen. So wurde die Abteilung „Baubetreuung“ aufgelassen und in die Örtliche Bauaufsicht (ÖBA) integriert. Herbst verteidigt die mit umstrittenen Personalentscheidungen verbundene Maßnahme und spricht von notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen.

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