Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer im Einsatz für die A-Tec

Die Verhandlungen um die in die Insolvenz geschlitterte A-Tec-Gruppe verzögern sich. Anders als erwartet hat sich der Aufsichtsrat in der Vorwoche für keines der Angebote – im Rennen sind Penta, Springwater und der pakistanische Milliardär Alshair Fiyaz – ausgesprochen.

„Die Offerte müssen eingehend geprüft werden, schließlich geht es um rund 5.000 Arbeitsplätze“, begründet Firmenchef Mirko Kovats den Aufschub. Daher ist vom Aufsichtsrat nun auch WU-Professor und Betriebswirt Leo Chini mit der Evaluierung der Angebote beauftragt worden. Schon am 24. August soll sein Gutachten im Aufsichtsrat besprochen werden, ob da eine Entscheidung fällt, ist aber ungewiss.

Nicht zuletzt die Furcht vor Schadenersatzklagen veranlasst den Aufsichtsrat zur Vorsicht: Vorsitzender Freimut Dobretsberger hat neben Chini auch Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer angeheuert: „Daran ist nichts Ungewöhnliches, für das Unternehmen und den Vorstand gibt es ja auch Rechtsbeistand. Und für uns Aufsichtsräte ist es wichtig, die Angebote rechtlich prüfen zu lassen.“

In der A-Tec hoffen viele, dass Chini in seinem Gutachten zum Schluss kommt, dass ein industrieller Investor die bessere Wahl wäre. „Weil man die A-Tec so nicht zerschlagen würde und die Jobs erhalten blieben“, argumentiert Kovats, der von der Zukunft des Konzerns überzeugt ist. „Alle Töchter schreiben wieder Gewinne. Erreicht wurde das durch verbesserte Technologien im Motoren- und Kupferbereich sowie durch Einsparungen bei Sach-, Personal- und Materialkosten.“ Seit Bekanntgabe der Insolvenz wurden etwa 700 Jobs gestrichen, größtenteils bei ATB in Serbien.

– JEL

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