"Es gibt genug sinnvolle Projekte, die einer finanziellen Hilfe wert sind“

Respekt.net-Gründer Martin Winkler über die Erfolge des ersten österreichischen Online-Crowdfunding-Portals.

Format: Herr Winkler, wieso haben Sie 2009 den "Verein zur Förderung von Respekt, Toleranz, Offenheit und solidarischem Fortschritt in der Gesellschaft“ gegründet?

Winkler: Weil ich, so wie viele meiner Freunde und Geschäftskollegen, das Gefühl hatte, zu wenig zu tun, mich nicht ausreichend zu engagieren. Es gibt genug Projekte, die einer Hilfe wert sind, aber nicht genügend finanzielle Unterstützung finden.

Format: Respekt.net ist im September 2010 online gegangen. Wie hat die Startphase ausgesehen?

Winkler: Es haben sich 75 Vereinsgründungsmitglieder zusammengetan, von denen sich jeder mit einem Jahresbeitrag von mindestens 1.000 Euro für drei Jahre verpflichtet hat. Mein persönliches Budget sind 5.000 Euro pro Jahr. Unsere größte Angst war zu Beginn, dass wir nicht genügend Einreichungen bekommen. Deswegen gibt es heute noch zwei Projekt-Scouts, die gute Ideen suchen und betreuen.

Format: Wie sieht die momentane Zwischenbilanz von Respekt.net aus?

Winkler: Wir haben inzwischen über 220 Projekte präsentiert, von denen 72 ausfinanziert wurden. Diese Projekte wurden bisher von zirka 1.100 Investoren mit rund 230.000 Euro unterstützt. Und es werden jeden Tag mehr.

Format: Zum Beispiel?

Winkler: Das erfolgreichste Projekt war zweifellos "Einmal Guantánamo - Immer Guantánamo?“, bei dem wir zwei Bosniern, die jahrelang unschuldig im US-Gefängnis gesessen sind, mit etwa 25.000 Euro beim Aufbau eines Copyshops in Sarajevo geholfen haben. In die Transparenzdatenbank "Meine Abgeordneten“ wurden über Respekt.net etwa 20.000 Euro investiert. Und an dritter Stelle steht ein Lehrmittelprojekt zur Hilfe im Umgang mit Vorurteilen, das mit 16.000 Euro unterstützt wurde. Manchmal wird einfach auch nur Zeit zur Verfügung gestellt, wie bei einem "Oma/Opa“-Projekt. Unser einziges kommerzielles Projekt war "made IN - made BY“ - ein Schneidergeschäft.

Format: Wie viel geben die Leute?

Winkler: Etwa 60 Prozent investieren zwischen zehn und 100 Euro. Ein Drittel bis 500 Euro und der Rest darüber.

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