Erste Immofinanz-Anklage gegen Petrikovics und Co ist fertig

Die Staatsanwaltschaft Wien hat ihre erste Anklage in der spektakulären Anlegerbetrugsaffäre Immofinanz fertiggestellt. Die von Staatsanwalt Volkert Sackmann verfasste Anklageschrift ist von Oberstaatsanwaltschaft Wien und Justizministerium genehmigt worden. „Der Vorhabensbericht ist wieder bei uns“, bestätigt Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, gegenüber FORMAT.

Das brisante Papier soll noch Ende Oktober an die betroffenen Personen versendet werden. Angeklagt werden mehrere Faktenkreise. Hauptangeklagter ist Karl Petrikovics. Der Ex-Chef von Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank wird der Untreue verdächtigt.

Petrikovics soll 8,5 Mio. Euro kassiert haben

Der konkrete Vorwurf beim „Faktenkreis Hable“: Bei dubiosen Immofinanz- und Immoeast-Optionsgeschäften soll Petrikovics rund 8,5 Millionen Euro Profit zu Unrecht und zu Lasten der Constantia Bank kassiert haben.

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in der Immofinanz-Affäre laufen bereits seit drei Jahren. Der Gerichtsprozess gegen Petrikovics und andere ist laut FORMAT für Frühjahr 2012 geplant. Für alle Angeklagten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

- Ashwien Sankholkar

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