Elsners neues Luxusdomizil

Helmut Elsners Ehefrau zieht in eine schicke Altbauwohnung am Wiener Ring. Auch der Ex-Bawag-General hofft, dort schon bald zu wohnen.

Wenn Ex-Bawag-General Helmut Elsner eines Tages aus dem Gefängnis darf, wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Auch sein Zuhause wird ein anderes sein. Allerdings dürfte es ihm nicht schwerfallen, sich an die neue Bleibe zu gewöhnen. Denn seine Ehefrau Ruth hat ein besonders schönes Refugium gefunden: Sie will schon bald ein schickes Apartment in der Wiener Innenstadt beziehen. Fast 200 Quadratmeter soll es groß sein, mit herrlichem Blick auf die Ringstraße.

Woher kommt das Geld?

Seit Monaten klagen die Elsners darüber, dass die Republik Österreich ihr Vermögen – kolportierte zehn Millionen Euro – zu Unrecht eingefroren habe. Auf Basis eines OGH-Urteils kämpft Elsners Strafverteidiger Andreas Stranzinger jetzt um die Herausgabe des Vermögens. Wie Ruth Elsner so gut über die Runden kommt, wo, wie exklusiv berichtet, ihr Mann nicht einmal mehr seine ASVG-Pension bekommt – monatlich 1.290 Euro –, bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis. Sie selbst sagt: „Familie und Freunde helfen mir.“

FORMAT zugespielte Fotos zeigen nun, dass es „Familie und Freunde“ offenbar gut mit den beiden meinen: Das neue Apartment des Paares kann getrost als luxuriös bezeichnet werden. Zwar ist es nicht ganz so geräumig wie ihr früheres Penthouse auf der Wiener Tuchlauben, das nun dem Tiroler Immobilienunternehmer René Benko gehört. Doch lässt es sich auch im neuen Heim gut leben: Ruth Elsner, die, wie sie sagt, „noch bei einer Freundin“ wohnt, zieht in wenigen Monaten in den zweiten Stock eines herrschaftlichen Palais am Wiener Ring. Dabei handelt es sich um ein Zinshaus, das der Stiftung des Unternehmers Peter Bertalanffy zuzuzählen ist. Dort sollen die Elsners so wie alle anderen Hausbewohner Miete zahlen, angeblich rund 3.300 Euro monatlich.

Die Wohnung des Paares wird derzeit saniert. Aus FORMAT vorliegenden Plänen eines noblen Einrichtungshauses geht hervor, dass drei gut fünfzig Quadratmeter große Räume vorgesehen sind, darunter ein Klavierzimmer. Das Design der Wohnung ist schlicht und nobel. Eine rund 20 Zentimeter erhöhte Kochinsel soll ein Bindeglied zwischen Klassik und Moderne schaffen. Die hohen Wände wurden neu gestrichen, der alte Boden wurde herausgerissen und durch einen hochwertigen Parkettboden ersetzt.

Ruth Elsner wird auf ihr neues Heim ungern angesprochen. „Ich habe derzeit andere Sorgen. Ich kämpfe um die Wiederaufnahme des Bawag-Prozesses“, sagt Elsner, die jetzt allerdings einen neuerlichen Rückschlag hinnehmen muss. Ihr Mann blitzte mit seiner Beschwerde wegen angeblicher Vorverurteilung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ab. Die Hoffnung ist nun, dass das Verfahren neu aufgerollt und die Haftstrafe verkürzt wird. Doch Helmut Elsners Umzug dürfte wohl noch ein bisschen auf sich warten lassen.

– Barbara Nothegger

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