Elsner-Bewschwerdebrief an Justizministerin

Elsner-Bewschwerdebrief an Justizministerin

Geharnischte Post an Justizministerin Beatrix Karl: Ex-Bawag-Boss Helmut Elsner macht in einem Brief seinem Ärger über seine Behandlung durch die Justiz Luft.

So moniert Elsner, dass trotz Zusage von Karl im aktuellen Bawag-II-Prozess noch immer nicht über den Verbleib der verspekulierten Flöttl-Millionen nachgeforscht wurde. Der Ex-Banker fordert im Brief ein diesbezügliches Einschreiten der Ministerin. Besonders kritisiert wird Bawag-Richter Christian Böhm, der Elsners schwere Erkrankungen ignoriere, durch wiederholte Ladungen die Prozessökonomie missachte und durch eine verordnete „telefonische Abrufbereitschaft“ den Kanzleibetrieb von Elsners Anwälten gefährde: „Auch Ihnen, sehr geehrte Frau Bundesminister, muss die Tatsache zu denken geben, denn die dargelegte Vorgehensweise des Richters Dr. Böhm verschlingt Unmengen an Steuergeld ... Zudem müssen Gerichtsdiener und auch der Gerichtssachverständige von Steuergeldern völlig sinnlos bezahlt werden – ein unhaltbarer Missstand.“

Beatrix Karl wird auch über die Justizgroteske um eine angeordnete Zeugeneinvernahme Elsners im deutschen Bad Reichenhall informiert, im Zuge deren der bayrische Richter eine Verhandlungsunfähigkeit Elsners feststellte. Durch Äußerungen von Böhm sollen zudem Fotografen zu Stalking animiert worden sein. Der streitbare Ex-Generaldirektor fordert zuletzt Karl auf, „ ... im Interesse der Öffentlichkeit und der Steuerzahler diesem durchaus eigenwilligen Treiben im Bawag-II-Verfahren möglichst umgehend Einhalt zu gebieten, damit das Ansehen der österreichischen Justiz nicht noch weiter beschädigt wird ...“

Zwischenzeitlich schreibt man im Verfahren den 23. Verhandlungstag – ohne Aussicht auf ein baldiges Prozessende. Im ursprünglichen Zeitplan war ein Urteil für Herbst vorgesehen. Elsner weilt derzeit noch in Bad Reichenhall zur Kur. Dort wurden ihm zur Wochenmitte erneut 1,5 Liter Wasser aus der Lunge entfernt.

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