Ein Werber über seinen Kokain-Ausstieg: "Normal wie woanders ein Glas Wodka"

Christian Wurzer, Creative Art Director von Silberball, über die Sackgasse Kokain und Kloster-Exerzitien als Kraftspender.

FORMAT: Wie verbreitet ist Kokain in der Werbebranche?
Wurzer: In der Werbung hat wohl jeder irgendwann einmal Kontakt zu Kokain – die Frage ist, wer dann auch zugreift. Es gibt aber tatsächlich Situationen, in denen Kokain so selbstverständlich ist, wie woanders ein Glas Wodka serviert wird. Kokain zeigt momentan eine Abkürzung, die sich aber dann als Sackgasse erweist.
FORMAT: Wie wirkt sich Kokain auf den Alltag aus?
Wurzer: Es geht ganz kurz ganz steil bergauf. Wenn man aber keine Kontrolle hat, führt es zum totalen Absturz. Man wird realitätsfremd, erkennt keine Prioritäten mehr, wird zum Unsympathler. Und man wird abhängig. Man muss vor dieser Droge Respekt haben.
FORMAT: Wie haben Sie nach der Kokain-Erfahrung Ihren neuen Weg geschafft?
Wurzer: Ich bin draufgekommen, dass alles, was mir einmal wichtig war, plötzlich weg war. Es klingt vielleicht banal, aber ich hatte die Erkenntnis, dass es Dinge gibt, die so naheliegend sind und Kraft geben – wie etwa meine Söhne, die sich freuen, wenn sie mit ihrem fitten Papa Fußball spielen können.
FORMAT: Wie gehen Sie jetzt mit dem Arbeitsdruck um?
Wurzer: Einmal im Jahr gönne ich mir eine Auszeit und gehe als Exerzitant ins Kloster. Da hole ich mir die Kraft für den Alltag zurück.

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