Do & Co gibt dem Flughafen Wien ein kulinarisches Upgrade

Attila Dogudans nächster Coup: Ab 2015 kocht er den ganzen Pier West am Flughafen Wien ein. Mit im Angebot hat er ein neues Do & Co American Diner namens "Big Daddy".

Do & Co gibt dem Flughafen Wien ein kulinarisches Upgrade

Urlaub ist für Attila Dogudan ein Fremdwort. Während rund um ihn die Ferienflieger in südliche Gefilde abheben, denkt der Gastronom ans Geschäft. Er wartet auf den nächsten Flieger nach München, zu einem Businesstermin, versteht sich.

Unmittelbar vorher hat der Chef von Do & Co schon einen wichtigen Deal am Flughafen Wien unter Dach und Fach gebracht. Einen Deal, der selbst für Dogudan neuartig ist. Erstmals wird Do & Co ein umfassendes Gastrokonzept für einen ganzen Flughafen umsetzen, zumindest für einen Teil davon. Ab Jahresende steht der gesamte Pier West am Airport Schwechat, also jener Pier, von dem Air-Berlin- und Niki-Flüge starten, unter Dogudans kulinarischer Aufsicht.

Rundumbetreuung

"Es war uns wichtig, dass wir den Passagieren ein Komplettangebot präsentieren und dass wir die Qualität am Flughafen verbessern", erläutert Flughafen-Vorstand Julian Jäger, weshalb die Wahl auf Do & Co gefallen ist. Unter fünf Anbietern sei der börsenotierte Caterer eindeutig als Bestbieter hervorgegangen. Auf insgesamt 800 Quadratmetern sollen jährlich rund zwei Millionen Passagiere verköstigt werden, und zwar mit altbekannten Produkten von Do & Co, aber auch mit völlig neuer Küche aus dem Hause Dogudan. "Das Portfolio wird so reichhaltig sein, dass es nichts gibt, was die Kunden bei uns nicht kriegen", schraubt der Gourmet-König die Erwartungen hoch.

Vier unterschiedliche Gastrobereiche sollen die diversen Gelüste der Passagiere am Pier West befriedigen: Ein Demel-Bereich mit Konditorei, Kaffeehausatmosphäre, Wiener Küche und einem Shop, der auch Demel-Torten als Mitbringsel feilbietet. Altbewährtes bekommen die Passagiere auch bei Henry's, dem Spezialisten für schnelle, gesunde Snacks. Völlig neu in Österreich ist aber Dogudans Konzept für ein American Diner mit dem Namen "Big Daddy". Auf dessen Karte werden sich verschiedene Burger und auch Salate zum Selbstmischen - "Shake your salad" - finden. Außerdem ist im Big Daddy auch Platz für eine eigene Kinderecke mit kleinen Sesseln und Tischen. Dogudan: "Wir verkaufen Unterhaltung."

Schiene Nummer vier ist eine runde Bar in der Mitte des Piers, wo Seafood, Sushi und Champagner für das anspruchsvolle Publikum gereicht werden. Insgesamt wird das Gastro-Reich am Flughafen Platz für 250 Passagiere bieten - und das "von sechs Uhr früh bis Mitternacht", wie Dogudan betont. 60 Mitarbeiter werden hier tätig sein, die Investitionen werden mit rund 2,5 bis drei Millionen Euro vergleichweise gering ausfallen. Die Partnerschaft zwischen Flughafen Wien und Do & Co am Pier West ist auf sieben Jahre angelegt.

Über das Auftragsvolumen wollen die beiden Herren nicht reden, Details sind geheim. Dogudan kann sich aber eines nicht verkneifen: "Bei unserem Angebot schneidet der Flughafen sehr gut ab." Dem Flughafen muss Do &Co eine Mindestmiete zahlen und einen gewissen Prozentsatz am Umsatz. Dafür hat der Catering-Konzern die Möglichkeit, Erfahrung zu sammeln, inwieweit sich das Airport-Konzept weltweit ausrollen lässt.

Weg vom Airline-Business

Für Dogudan ist die Expansion am Flughafen ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom krisengebeutelten Airline-Business, das aktuell noch 70 Prozent seines Umsatzes ausmacht: "Ziel ist, den Airline-Anteil auf 50 Prozent zu reduzieren", gibt Dogudan die Parole aus. Weitere Airport-Aktivitäten - neben Wien ist Do & Co schon in Kiew und Bodrum vertreten - stehen auf dem Expansionsplan, aber: "Zuerst schauen wir einmal, wie es in Wien funktioniert", sagt der umtriebige Unternehmer und ist bereits wieder unterwegs zu seinem nächsten Projekt. Diesen Sommer will er sich nämlich noch das Catering für die Fußball-EM in Frankreich sichern.

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Wegbereiter einer neuen Industrie

Mit dem Schlagwort Industrie 4.0 werden revolutionäre Änderungen der …

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Comeback der Krise?

Auffällig viele Topunternehmen schreiben Verluste, eine Besserung der …

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Innovation - der wichtigste Rohstoff

Im Wettkampf der Regionen muss Österreich noch stärker auf …

50 Millionen Euro Umsatz macht die von Ronnie Seunig gegründete Excalibur City pro Jahr und schafft 500 Jobs. Roger Seunig tritt in die Fußstapfen seines Vaters und setzt dessen pittoreske Visionen fort.
 

Roger Seunig - der Ritter von Kleinhaugsdorf

Roger Seunig übernimmt von seinem Vater das Billig-Paradies Excalibur …