Diskonter Hofer sucht nach neuen Geldquellen

Marken-­Offensive: Der Diskonter Hofer will nun sein Markensortiment aufpeppen, um neue Kunden anzulocken.

Nichts ist so, wie es einmal war. Früher, vor gut zehn Jahren, staunte noch jeder über das rasante Wachstumstempo des Diskonters Hofer (Aldi Süd) in Österreich. Heute läuft es für das einst erfolgsverwöhnte deutsche Unternehmen aber nicht mehr so glatt: Die Umsätze (rund drei Milliarden Euro) stagnieren, das flächenmäßige Wachstumslimit ist erreicht, und die Konkurrenz, allen voran Lidl, expandiert erfolgreicher denn je. Doch Hofer will zum ­Gegenangriff ausholen. Mehr Markenartikel sollen die Firma zurück auf den Wachstumspfad katapultieren. Derzeit führt Hofer weniger als zehn Prozent Markenware. Zum Vergleich: Lidl liegt hier bei rund zwanzig Prozent, Billa und Spar bei mehr als achtzig bzw. siebzig Prozent. Die Konzernführung in Deutschland glaubt, dass mehr bekannte Markenware die Konsumenten in die Läden zieht.

Filialnetz vor Facelifting

Tatsächlich soll sich die Einführung von klingenden Brands wie Red Bull, Ottakringer, Haribo oder Toblerone bewährt ­haben. In Deutschland werden zudem Milliarden in die Modernisierung des Filialnetzes investiert, danach könnten auch jene in Österreich einem Facelifting unterzogen werden. Branchenkenner begrüßen die Offensive. Es heißt sogar, Aldi Süd könnte dadurch ein Schicksal wie das von Schlecker erspart bleiben.

-Silvia Jelincic

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