Die McDonaldisierung der Welt

McDonald’s ist eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen. Doch der neue Boss, Donald Thompson, muss die Expansion weiter vorantreiben.

Die McDonaldisierung der Welt

Als Donald "Don“ Thompson, 49 Jahre, heuer im Jänner in Innsbruck zu Besuch war (McDonald’s ist Hauptsponsor der Olympischen Jugend-Winterspiele), ahnten bereits viele, wer da auf sie zukommt: der künftige Oberboss von McDonald’s. Der ist er nun, mit Anfang Juli, auch geworden. Vor knapp 22 Jahren ist Thompson zu McDonald’s gestoßen - als Haustechnik-Manager (in etwa eine Ebene über einem Restaurant-Manager). Rasch hantelte sich Thompson in der Fast-Food-Kette nach oben: bis er letztlich den Chefsessel von Jim Skinner übernahm.

Der Chef von 33.500 McDonald’s-Filialen hat sich seine Meriten unter anderem damit verdient, dass er die McCafés aus dem Stand zu einer echten Cashcow für den Konzern gemacht hat. McDonald’s-Österreich-Chef Andreas Schwerla: "Don Thompson ist ein sehr agiler und gleichzeitig sehr menschlicher Manager.“ Und in der 72-jährigen Firmengeschichte ist Thompson der erste afroamerikanische Chef.

90 Milliarden Dollar an der Börse

Gegründet wurde die Company 1940 von Richard und Maurice McDonald. 1954 stieß der Manager Ray Kroc dazu, der die Fast-Food-Kette erst richtig hochzog. Bis 1958 wurden bereits 100 Millionen Hamburger verkauft. 1967 startete das Unternehmen seinen internationalen Siegeszug und eröffnete in Kanada und Puerto Rico erste Lokale außerhalb des US-Territoriums. Vier Jahre später stand Deutschland auf der Expansionsliste, und 1977 kam McDonald’s nach Österreich.

Mittlerweile ist die Burger-Kette zum größten Fast-Food-Betrieb der Welt geworden. Insgesamt setzte das Unternehmen im Vorjahr 22,7 Milliarden Dollar mit Hamburger, Pommes und Cola um. Erstaunlich dabei ist die Umsatzrendite, die stolze 20 Prozent beträgt. An der Börse ist das Unternehmen etwa 90 Milliarden Dollar wert. Traut man den Aktien-Analysten, so ist der Kauf des McDonald’s-Wertpapiers ein gutes Investment: Laut Wirtschaftsdienst Bloomberg empfehlen 19 Analysten McDonald’s zum "Kauf“, und weitere 12 geben die Devise "Halten“ aus.
Keiner empfiehlt hingegen, sich derzeit von der Aktie zu trennen.

Dennoch erlebt das McDonald’s-Zeichen, der hochglanzpolierte goldene Bogen, gerade eine leichte Trübung. Don Thompson musste das machen, was man bislang von McDonald’s ganz selten zu hören bekam: wenig beeindruckende Geschäftszahlen präsentieren. Die Zahlen für das zweite Quartal 2012 waren bestenfalls lauwarm. Der Umsatz liegt nur hauchdünn über dem des Vorjahres, und der Gewinn ging sogar um vier Prozent zurück. Das heißt für den neuen Mister Big Mac: Anpacken und die Umsätze deutlich ankurbeln.

McDonaldisierung

Der neue Konzern-Chef wird höchstwahrscheinlich das machen, was McDonald’s am besten kann: sein Erfolgsrezept in weitere Länder tragen. Zwar ist McDonald’s bereits in 119 Ländern vertreten, doch es gibt noch viele weiße Flecken auf der Landkarte. Das Unternehmen, das auf regionale Bedürfnisse eingeht - das in manchen Staaten koschere Kost anbietet, im arabischen Raum den strengen Halal-Regeln folgt und einzig in Indien Burger mit Lamm verkauft -, ist etwa noch nicht in Island, Vietnam und im Iran vertreten. Viele Fantasien gibt es auch noch in Afrika (wo man bloß in drei Ländern Filialen hat) und auch in Südamerika. Gerade in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat McDonald’s die größten Umsatzsteigerungen erzielen können. In den USA werden nur noch 32 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt, 40 Prozent des Geschäfts kommen aus Europa.

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