Der frühere Geschäftspartner von Mirko Kovats hat es auf dessen Firma abgesehen

FORMAT: Der Anlagenbauer AE&E ist hoch verschuldet. Warum wollen Sie die A-Tec-Tochter dennoch kaufen?

Pecik: Die Entscheidung darüber ist am Dienstag gefallen, gemeinsam mit dem steirischen Anlagenbauer Christof. Wir haben eine Due Diligence vorgenommen und sind zum Schluss gekommen, dass sich ein Kauf lohnt. Die Technik des Unternehmens ist hervorragend, unter anderem im Bereich der Kesselproduktion im Kraftwerksbau. Darüber hinaus sollte ein Verkauf an einen ausländischen Investor generell vermieden werden.

FORMAT: Wie wollen Sie und die Christof-Gruppe den Kauf finanzieren?

Pecik: Natürlich wird es die üblichen Gespräche mit den Banken geben, aber ich würde auch Eigenkapital anbieten. Noch ist nicht klar, wer die AE&E überhaupt bekommen wird.

FORMAT: Wann rechnen Sie mit einer Entscheidung?

Pecik: In den nächsten Tagen, die Gespräche laufen. Wir sind ein gutes Team, denn viele Mitarbeiter von Christof waren früher mal bei der AE&E beschäftigt. Und auch ich kenne das Unternehmen bestens. Bis 2006 war ich dort ja an Bord. Ich habe 2002 gemeinsam mit der Capital Bank die AE&E aus der Babcock-Pleite herausgekauft und für die A-Tec refinanziert. Heute ist die Situation ähnlich. Leider ist die Lage der AE&E jetzt nur viel schlimmer als damals.

FORMAT: Sie sollen sich auch für die Kupfermine in Brixlegg interessieren.

Pecik: Ja, ich habe Interesse daran, aber jetzt geht es in erster Linie nur um den Anlagenbauer AE&E. Brixlegg ist nicht uninteressant, Kupfer ist ein zukunftsträchtiges Geschäft.

FORMAT: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem früheren Partner Kovats heute?

Pecik: Dass die A-Tec vor der Zerschlagung steht, tut mir leid. So weit hätte es nicht kommen müssen. Ich möchte die Sache geschäftlich betrachten, und mehr möchte ich dazu nicht sagen.

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