CAI: Drei Bieter interessieren sich für die Auslandstochter der Casinos Austria

Neben Texas Paci­fic und Triton soll ein Konsortium rund um Martin Schlaff am der Casinos Austria-Tochter interessiert sein. Die Entscheidung zum CAI-Verkauf fällt im ersten Quartal 2010.

Die Entscheidung, ob und an wen die Ca­sinos Austria ihre International-Tochter verkaufen wollen, ist zwar in der letzten Aufsichtsratssitzung nicht gefallen, drei Angebote wurden aber schon präsentiert. Wie FORMAT aus Aufsichtsratskreisen erfahren hat, soll es sich bei den Bietern um die US-Venture-Capital-Firma Texas Paci­fic Group, das Private-Equity-Haus Triton und ein Konsortium rund um Martin Schlaff handeln. Schlaff ist ja bei den Casinos Austria kein Unbekannter: Gemeinsam wurde das zurzeit stillgelegte Casino Jericho gebaut, und in Griechenland betreiben die Casinos mit Schlaff erfolgreich das Casino Loutraki, das zuletzt 265 Millionen Euro umsetzte. Haupteigentümer von Loutraki ist der israelische Casinosbetreiber Queenco Leisure International. Zwischen Loutraki und Queenco ist eine Holding geschaltet, an der Schlaff über seine MS Stiftung 50 Prozent besitzt. Die Casinos wollten sich zu Anzahl und Namen der Bieter nicht äußern.

CAI ächzt unter Schuldenlast
Aus dem Aufsichtsrat sickerte aber durch, dass sowohl Texas Pacific als auch Triton bereit wären, rund 220 Millionen Euro für den 49-Prozent-Anteil an den Casinos Austria International (CAI) zu bezahlen. Allerdings würde von dem Geld so gut wie gar nichts an den Eigentümer fließen, sondern direkt in die CAI via Kapitalerhöhung. Denn dort wird das Geld auch gebraucht: Wie aus dem Morgan-Stanley-Verkaufspapier hervorgeht, haben sich in der CAI 150 Millionen Euro Nettoschulden angesammelt, und 2012 läuft auch noch eine Unternehmensanleihe in Höhe von 180 Millionen Euro aus. Das alles bei rückläufigen Umsätzen (2009: nur noch 213 Millionen Euro) und stagnierendem Gewinn. Eine Entscheidung zur Partnerwahl der Casinos wird in der ersten Aufsichtsratssitzung im Jahr 2010 erwartet.

Angelika Kramer, Andreas Lampl

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