Burger statt Luxuskost: 2008 haben 127 Mio Österreicher bei McDonald's gegessen

Wirte unter Druck: „Im Jänner und Februar 2009 werden wir wohl ein Umsatzminus von dreißig Prozent gegenüber der Vorjahresperiode machen“, stöhnt Walter Piller, Obmann des Wiener Gastronomie-Klubs. Seine Hoffnung: „Jetzt starten in Wien ja wieder zahlreiche Kongresse, wovon auch wir profitieren werden.“ Doch darauf wollen sich etliche von Österreichs Edelwirten nicht verlassen. Franz Haslauer, Geschäftsführer der beiden Wiener Innenstadtlokale Novelli und Limes, hat schon die Preise gesenkt: „Im Limes kostet die teuerste Hauptspeise nur noch 15 Euro.“ Detail am Rande: „Bei uns läuft auch die Lüftung nicht mehr die ganze Zeit. Mit solchen Aktionen drücken wir unsere Gesamtkosten um bis zu 30 Prozent.“

127 Mio McDonald's-Gäste
Um die Lüftung muss man sich bei McDonald’s Österreich keine Sorgen machen: Das Geschäft mit Fritten und Burgern ist im Steigen begriffen. 42 Millionen Euro will die Fast-Food-Kette bis Ende 2009 in den Umbau ihres Filialnetzes stecken. 127 Millionen Gäste – also 350.000 pro Tag – haben im Vorjahr in den 162 Restaurants gegessen. Auch heuer soll die Nachfrage nach Cheese-, Ham- und Chickenburgern laut Firmenchef Andreas Schwerla ungebrochen bleiben.
Dennoch: Gegessen wird in Krisenzeiten am liebsten daheim. Der Handel registriert, dass sich Dosen- und Fertiggerichte wachsender Beliebtheit erfreuen. Laut einer Umfrage der Karmasin-Motivforschung verzichtet bereits jeder Dritte auf den Restaurantbesuch. Nur Verliebte wollen ihren Partner künftig öfter zum Essen ausführen.

Von Carolina Burger, Silvia Jelincic und Silke Pixner

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