Bad Banks: Wie der Staat angeschlagene Banken von Risken befreien kann

Wie der Staat angeschlagene Banken von Risken befreien kann.

Wenn andere Maßnahmen nicht reichen, müsse man auch in Österreich eine Bad-Bank-Lösung überlegen, meint der ­Industrielle Hannes Androsch. Unter einer Bad Bank (siehe Grafik ) versteht man ein staatliches Institut, das Banken von gefährlichen Risken befreit und versucht, diese zu einem günstigeren Zeitpunkt zu verwerten.

Vorbild Schweden
Das Konzept wurde in den USA schon in der Welt­wirtschaftskrise der 1930er-Jahre eingesetzt. In den 90er-Jahren hat Schweden seine Finanzwirtschaft mithilfe einer Bad Bank saniert. In diesem Fall brachte die Einrichtung sogar einen kleinen Gewinn, denn wenn man ohne Druck „giftige“ Wertpapiere entsorgen kann, sind diese besser am Markt unterzubringen. In Deutschland herrscht noch Skepsis. „Das wären staatlich verwaltete und finanzierte Giftmüllkippen für alles, was Banker angerichtet haben und jetzt loswerden wollen“, sagte SPD-Chef Franz Müntefering. Der neue US-Präsident Barack Obama denkt hingegen über eine solche Einrichtung nach. Auch in der Schweiz wurde in aller Stille bereits eine Bad Bank installiert: Die UBS hat auf diese Weise einen Teil ihrer gefährlichen Risken aus ihren Bilanzen gebracht.

Von M. Koch, L. Palme, A. Sankholkar

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