AUA: Eine Kapitalerhöhung ist der sicherste Weg aus dem Schulden-Dilemma

Wie der Staat einen Teil der AUA-Schulden ohne Verletzung von EU-Recht übernehmen könnte.

Akzeptiert der Staat eine Übernahme von Schulden beim AUA-Verkauf, gibt es wenige Möglichkeiten, das EU-konform zu tun. „So etwas ist immer schwierig“, meint der Wiener Anwalt Norbert Gugerbauer. Beihilfen für Fluglinien sind ein heikles Thema. Die sicherste Variante wäre, dass die ÖIAG noch vor dem Verkauf 500 Millionen Euro via Kapitalerhöhung bei der AUA einbringt. Eine andere Variante wäre: Eine AUA-Tochter wird samt 500 Millionen Euro Schulden abgespalten und verbleibt bei der ÖIAG.

Müssen Banken mitzahlen?
„Die Banken sollen der AUA eine halbe Milliarde Schulden nachlassen und sich das über das Hilfspaket des Staates wieder zurückholen“, meint ein Finanzexperte. Ganz ernst gemeint ist das nicht. Die Diskussion, ob und wie viel die Gläubigerbanken – vor allem Raiffeisen und Bank Austria – zur Rettung der AUA beitragen sollen, könnte aber durchaus noch kommen.
Am Mittwoch hat die EU-Kommission Österreich aufgefordert, allfällige Staatshilfen für die AUA in Brüssel anzumelden. Gespräche mit dem
zuständigen EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani (im Bild) gab es bislang noch nicht. Aber die werden bald folgen. Vertreter der österreichischen Regierung und Anwälte der ÖIAG bereiten sich schon auf heiße Diskussionen in Brüssel vor.

Von Miriam Koch und Andreas Lampl

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