AUA-Chef Ötsch zu den Kollektiv-
verhandlungen: "Streik steht nicht im Raum"

Kollektivvertrags-Verhandlungen für das 3.500-köpfige AUA-Bodenpersonal: Die Gewerkschaft will vier Prozent Tariferhöhung, Ötsch bietet ein Minimum von 80 Euro im Monat und schließt Streik aus.

Ein Streik bei den Austrian Airlines sei unwahrscheinlich, erklärte
AUA-Vorstandsvorsitzender Alfred Ötsch am Freitag. Am Donnerstag Abend waren Kollektivvertragsverhandlungen für das AUA-Bodenpersonal ohne Ergebnis beendet worden. Die Gewerkschaft erklärte danach, sie könne einen Streik nicht mehr ausschließen.

80 Euro Mindestbetrag
Die Verhandlungen drehen sich um eine Tariferhöhung für die rund 3.500 Angestellten des Bodenpersonals. Das Management hatte ursprünglich eine Gehaltserhöhung von 3,7 Prozent offeriert, aber kürzlich das Angebot auf 3,3 Prozent gesenkt, da die jüngste Inflationsquote niedriger ausgefallen war als erwartet. Zur neuen Abgeltung gehöre immerhin ein Mindestbetrag von 80 Euro im Monat, sagte AUA-Chef Alfred Ötsch Freitag Nachmittag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. „Es ist in Summe kein schlechtes Angebot,“ resümierte Ötsch. Die Gewerkschaft bleibt jedoch bei ihrer Forderung für eine vierprozentige Erhöhung.

Streik nicht im Raum
„Streik steht nicht im Raum“, erklärte Ötsch auf die Frage, ob die AUA Notfallpläne für den Fall eines Streiks habe. „Wir sind immer auf alles vorbereitet“, erklärte der Airlines-Chef, doch bei der AUA gehe es nicht um den Abbau von 3.000 Stellen wie im Fall der Alitalia, sondern um eine Inflationsabgeltung. Die Kollektivverhandlungsrunde für das Bodenpersonal betrachtet er keinesfalls als abgebrochen. Ötsch will die Kollektivverträge für die Bodenpersonal-Beschäftigten bis 16. Oktober abgeschlossen haben.

Das Angebot einer Tariferhöhung könne ab 1.11. nur in Kraft treten, wenn die geplante Privatisierung bis Ende Oktober umgesetzt wird, so die AUA. Stünde keine Privatisierung in Aussicht, hätte die AUA angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage nur eine Null-Lohnrunde bieten können.

Von Chris Bagley

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff