AT&S: 400 Millionen für China

Auch wenn Hannes Androsch gerade eine Forschungsreise durch die Vereinigten Staaten macht, sind seine Gedanken ganz in China und bei AT&S. Der Leiterplattenhersteller, an dem der Industrielle 22 Prozent besitzt, will Anfang Oktober eine Unternehmensanleihe in der Größenordung von bis zu 120 Millionen Euro begeben. Der Hauptgrund dafür liegt in China, denn dort investiert das Unternehmen, laut Androsch, insgesamt 400 Millionen Euro.

„Wer am Puls des Marktes sein will, muss in China rechtzeitig dabei sein“, ist Androsch überzeugt, obwohl die Auslastung im Werk in Shanghai im ersten Quartal alles andere als gut war. Dies, so Androsch, habe sich mittlerweile geändert. „Die Auslastung ist gut“, versichert er.

Die Investitionen von AT&S in China – der Spatenstich für das zweite Werk in Chongqing erfolgte vor einigen Monaten – haben AT&S einen höheren Verschuldungsgrad (95,2 Prozent Gearing Ratio) beschert. Dieser soll nun durch die Mittel der Anleihengläubiger auf 80 Prozent verringert werden. Trotz der aktuellen Börsensituation ist Kernaktionär Hannes Androsch zuversichtlich, dass die Anleihe gut ankommt: „Der Markt ist günstig. Wo bekommt man in Österreich sonst jetzt ein solides Investment mit einem Return von fünf Prozent?“

Dass das neue Werk in China weitere Produktion aus Österreich – 2008 und 2009 wurde der Standort in Leoben redimensioniert – abzieht, schließt der AT&S-Aufsichtsratsvorsitzende aus: „Ohne das Geschäft aus China gäbe es den Standort Österreich schon längst nicht mehr.“

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