Alpine Bau: Die Schrumpfkur beginnt

Es waren ungemütliche Tage für Johannes Dotter. Der frühere Porr-Manager wechselte erst heuer an die Spitze der Alpine Holding. Ihm war zwar von Anfang an klar, dass Sanierungsschritte beim zweitgrößten heimischen Baukonzern gesetzt werden müssen. Dass es so aufwendig und heikel werden wird, wusste er aber nicht. Am Mittwoch wurde sein Rücktritt bekannt.

Alpine Bau: Die Schrumpfkur beginnt

Der Abgang kommt in einer extrem angespannten Situation. Mit den Banken gibt es im Wochenrhythmus Verhandlungen, um einen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Im schlimmsten Fall muss die Alpine Bau GmbH heuer Wertberichtigungen in Höhe von 300 bis 400 Millionen vornehmen. Bereits zum Halbjahr per Ende Juni lagen die Finanzverbindlichkeiten bei rund 550 Millionen Euro. Dazu kommen Schulden bei der Mutter FCC in Höhe von rund 80 Millionen Euro. Zudem sind drei Anleihen im Umfang von insgesamt 290 Millionen Euro offen.

Den Banken macht der Schuldenberg ernsthafte Sorgen. Sie haben bereits in Anwaltskreisen sondiert, wer als Masseverwalter zur Verfügung stehen könnte - um im Fall des Falles schnell reagieren zu können. Allerdings sollen Gespräche mit den Vertretern der Kreditinstitute diese Woche durchaus positiv gelaufen sein. Angeblich soll von der spanischen Mutter FCC ein Sanierungsbeitrag von 150 Millionen Euro gefordert werden.

Beteiligungen zum Versilbern

Außerdem wird kein Weg daran vorbeiführen, den Konzern, der im vergangenen Jahr mit 15.294 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro kam, radikal zu schrumpfen.

Die Alpine ist an über 200 Unternehmen im In- und Ausland beteiligt. Eine Perle im Beteiligungsreich soll die Linzer Alpine Energie Holding sein, an der 76,65 Prozent gehalten werden. Das Unternehmen mit 2.500 Mitarbeitern baut nicht nur Hochspannungsleitungen, sondern auch ganze Solarkraftwerke und erzielte zuletzt einen Umsatz von knapp 500 Millionen Euro. Die Alpine Energie könnte nun ebenso neue Eigentümer bekommen wie auch einige der 87 Betriebsanlagen wie beispielsweise Asphalt- und Betonmischwerke, Steinbrüche und Ziegelwerke. Doch ob durch den Verkauf von Liegenschaften und Tochterbetrieben - zum Teil auch an die Mutter FCC - die Bilanz der Alpine noch zu retten ist, bleibt fraglich.

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