Alfons Mensdorff-Pouilly: Staatsanwaltschaft will Fristverlängerung für U-Haft beantragen

Alfons Mensdorff-Pouilly darf sich wohl auf einen längeren Aufenthalt in der Justizanstalt Josefstadt einstellen. Rein technisch ist die U-Haft des Ehemannes von Ex-Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bis 16. März befristet. Doch aus Justizkreisen ist zu hören, dass die Staatsanwaltschaft eine Fristverlängerung um einen Monat beantragen wird. Mensdorff-Anwalt Harald Schuster poltert: „Die Haftgründe entbehren jeder Grundlage. Der Vorwurf der Fälschung von Zahlungsbelegen ist absurd. Er hat keinen bestochen und auch nicht Geld gewaschen.“

Bestechungsverdacht
Zur Erinnerung: Gegen Mensdorff-Pouilly besteht im Zusammenhang mit Waffengeschäften in der Tschechischen Republik der Verdacht der Bestechung und der Geldwäsche. Die Staatsanwaltschaft Wien und das Londoner Serious Fraud Office – die Korruptionsbekämpfungstruppe Ihrer Majestät, der Königin von England – vermuten, dass Graf Mensdorff im Auftrag des Rüstungskonzerns British Aerospace mehr als 13 Millionen Euro Schmiergeld verteilt hat. Mensdorff – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – wird seit seiner Festnahme vor einer Woche von Beamten des Bundeskriminalamts verhört.

Zweifelhafter Millionentransfer
Bei dieser Gelegenheit präsentierte der wortgewandte Adelige eine abenteuerliche Geschichte über die zweifelhaften Millionentransfers. Das Geld stamme von einem milliardenschweren Cousin, fabulierte Mensdorff. Der habe ihn um die Weiterleitung der Millionen gebeten, weil seine Geschäftspartner von den Inves­titionen nichts erfahren sollten. Das Geld floss in renommierte Technologieprojekte in Ost­europa. Advokat Schuster will den Namen des ominösen Cousins nicht nennen: „Der Staatsanwalt kennt ihn, und das reicht.“ Eine Bestätigung der Mensdorff’schen Erzählungen durch den Cousin ist aber nicht möglich. Schuster: „Er ist leider im Juli 2007 gestorben.“

Von Ashwien Sankholkar

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