Alcatel zahlte Provisionen an Skandalfirma Valora

Ein Polizeibericht belastet das dritte Tetron-Konsortialmitglied Alcatel-Lucent.

Harald Himmer (Bild) ist Chef von Alcatel-Lucent Austria. Gemeinsam mit Telekom Austria und Motorala stellten die drei Firmen das Tetron-Konsortium dar, das 2004 den Behördenfunk-Auftrag gewann. Himmers Konsortialpartner stehen seit längerem unter Verdacht, Millionenprovisionen an den VP-Lobbyisten Alfons-Mensdorff-Pouilly gezahlt zu haben. Mensdorff bestreitet das zwar vehement. Doch das Gegenteil kann er nicht beweisen.

Ein FORMAT exklusiv vorliegender Polizeibericht bringt nun Himmer, der auch VP-Bundesrat ist, in Erklärungsnotstand. Demnach wurden bei einer Hausdurchsuchung bei Peter Hocheggers Skandalfirma Valora auch belastende „Rechnungen an die Firma Alcatel-Lucent Austria AG“ sichergestellt. Im Juni 2008 stellte Valora etwa die erste Rechnung an Alcatel aus (Titel: „Investitionsklima Festnetzbereich“). „Eine weitere Ausgangsrechnung“, so steht es im Polizeibericht, „enthält die gleiche Rechnungssumme von 117.600 Euro“. Adressiert ist die Valora-Faktura „vom 23. Mai 2008 an Generaldirektor Harald Himmer persönlich, Alcatel Lucent Austria“. Die Ermittler vermuten, dass Valora als Drehscheibe diente, um dritten Personen Geld zukommen zu lassen. Pikanter Zufall: Das Geld floss zeitnah zu den Telekom-Zahlungen an Mensdorff ( Topstory ).

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