Abstürze, Bankrotte, Rettungspakete:
Eine Chronologie der Wirtschaftskrise

15. 9. ’08: Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers
Der „schwarze Montag“ der Wall Street und gleichzeitig der Beginn der Finanzkrise: Neben dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers crasht auch der Rivale Merrill Lynch und wird von der Bank of America für 50 Mrd. Dollar übernommen.

28. 9. ’08: Die Wirtschaftskrise erreicht Europa
In Deutschland wird bekannt, dass der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Staatshilfe braucht. Das Unternehmen erhält 50 Mrd. Euro. Auch die Immobilienbank Dexia erhält 6,4 Mrd. Euro.

6. 10. ’08: Verstaatlichung der größten isländischen Banken
Die größten drei isländischen Banken, die Glitnir-Bank, die Kaupthing Bank und die Landsbanki, werden verstaatlicht. Island selbst benötigt Milliardenhilfe, um den Staatsbankrott abzuwenden.

17. 10. ’08: Die Constantia Privatbank muss gerettet werden
Fünf Großbanken (Bank Austria, Erste Group, Raiffeisen, Volksbank AG, Bawag) mussten die Privatbank von Christine de Castelbajac mit einer Kapitalspritze von 400 Mio. Euro inklusive Staatshaftung retten.

23. 10. ’08: Erste Auswirkungen der Krise auf Autobranche
Die Absatzkrise auf den Automobilmärkten hat bei Mercedes-Benz den Ertrag im dritten Quartal einbrechen lassen. Der Gewinn fiel von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 112 Millionen Euro.

30. 10. ’08: Erste Group und Hypo wollen Staatshilfe
Die Erste Group gibt bekannt, 2,7 Milliarden Euro Partizipationskapital mit Staatshilfe aufnehmen zu wollen. Auch die Hypo Alpe Adria Group folgt diesem Beispiel und will Staatshilfe in Anspruch nehmen

3. 11. ’08: Die Kommunalkedit wird verstaatlicht
In Wien muss die Kommunalkredit „notverstaatlicht“ werden. Auch in Deutschland hat die Krise weitere Konsequenzen für die Banken: Die Commerzbank, die HSH Nordbank und die WestLB müssen auf staatliche Rettungspakete zurückgreifen.

24. 11. ’08: US-Regierung übernimmt Anteile an Citigroup
Die US-Regierung übernimmt unter anderem für 20 Mrd. Dollar einen Anteil an der Citigroup, der zweitgrößten Bank der Welt, deren Aktien zuletzt einen dramatischen Kursfall erlebt hatten.

25. 11. ’08: Das US-Finanzrettungspaket TARP tritt in Kraft
Das 700-Milliarden-Rettungspaket des US-Kongresses zur Bankenrettung wird unter anderem für die Rettung der Bank of America verwendet, die sich mit der Übernahme von Merrill Lynch übernommen hat.

19. 12. ’08: Lettland am Rande des Staatsbankrotts
Nach der Blase der Einbruch: Lettland gerät an den Rand des Staatsbankrotts und erhält in letzter Minute ein internationales Kreditpaket von 7,5 Milliarden Euro von der EU, dem IWF und von Norwegen.

Jänner ’09: Aktionsplan soll Osteuropa retten
Der Einsturz in Osteuropa macht auch österreichischen Banken zu schaffen. Die Weltbank sieht Bedarf von 120 Milliarden Dollar. Ein Rettungsplan von EBRD, Weltbank und EU soll helfen, die EU-Staaten zögern.

2. 3. ’09: Weltgrößte Versicherung meldet 100 Milliarden Verlust
AIG schockiert mit einem Rekordverlust von fast 100 Milliarden Dollar, der den neuen Höhepunkt der Finanzkrise markiert. Der Konzern wird teilverstaatlicht, der Dow Jones sackt auf unter 7.000 Punkte.

Von Corinna Milborn, Arndt Müller, Silke Pixner

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff