Business-Tarife: Österreichs beste Mobilfunker

Business-Tarife: Österreichs beste Mobilfunker

Test: Drei gewinnt vor T-Mobile und Tele2 den ÖGVS-Test "Mobilfunkanbieter B2B". Bei den jährlichen Zahlungen können Unternehmer je nach Tarif pro Anschluss mehrere Hunderter im Jahr sparen.

Wer sein Geschäft am Laufen halten will, kennt keine fixen Öffnungszeiten. Zählt doch die ortsungebundene Erreichbarkeit via Smartphone oder Mail für Selbstständige zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Bei welchen Mobilfunkanbietern Preis und Service am besten sind, hat die Gesellschaft für Verbraucherstudien ÖGVS mit der "Studie Mobilfunkanbieter B2B 2017" untersucht. Die Analyse zielt auf Klein-und Mittelbetriebe sowie Einzelunternehmer ab.

Beim ÖGVS-Test wurden unter anderem A1 Telekom, laut Rundfunk- und Telekomregulator RTR mit 40,1 Prozent Marktanteil in Österreich führend, ebenso wie der Anbieter Drei, mit einem Marktanteil von 28 Prozent Nummer zwei, sowie T-Mobile, das mit 27,2 Prozent Marktanteil auf Rang drei liegt, an den Start geschickt. ÖGVS-Projektleiter Henrik Peperkorn: "DIALOG telekom wurde berücksichtigt, weil das Unternehmen zum Erhebungszeitpunkt neben den großen Anbietern der einzige Provider war, der auf seiner Internetseite gesonderte Businesstarife auswies."

Im ÖGVS-Testurteil sind Tarife und Konditionen mit 60 Prozent am höchsten gewichtet. Beim Angebotsumfang wurde das Spektrum der B2B-spezifischen Produkte samt Auswahl an Smartphones sowie Tarifmerkmalen untersucht und mit 20 Prozent im Testurteil berücksichtigt. Ebenso zu 20 Prozent gehen Transparenz der Tarifbedingungen und Benutzerfreundlichkeit der Website der Anbieter in das Ergebnis ein.

ÖGVS-Experte Peperkorn: "Drei erfüllt die Kriterien am besten und geht als Testsieger hervor. T-Mobile und Tele2 sichern sich die Plätze zwei und drei." Neben dem Gesamtsieg ist Drei auch bei Tarifen und Konditionen führend wie auch beim Angebotsumfang, wo A1 nahezu ex aequo auf Platz zwei landet; UPC punktet bei Transparenz und Komfort.

Jan Trionow, Österreich-Chef von Drei: "Klein-und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Der Geschäftskundenbereich zählt zu unseren Wachstumssegmenten. In vielen ländlichen Regionen bietet Drei seit dem bundesweiten LTE-Start Ende August 2015 für viele Unternehmen den einzigen adäquaten Internetzugang. Mitarbeiter in ganz Österreich betreuen Ein-Personen-Unternehmen persönlich vor Ort."

Im Zuge der Tarifanalyse wurden Kosten und Tarifbedingungen der jeweils günstigsten Mobilfunkverträge für fünf Nutzungsprofile mit verschiedenen Verbrauchsvolumen bei nationaler und internationaler Telefonie und Datennutzung unter die Lupe genommen. A1 ist beim Tarif mit 3.000 inländischen Gesprächsminuten und fünf Gigabyte Datenvolumen mit jährlich 1.125 Euro knapp vor T-Mobile der günstigste Anbieter. Dies unter der Voraussetzung, dass das neueste iPhone 7 mitbestellt wird. Wer nur einen Mobilfunkvertrag braucht, zahlt im genannten Beispiel bei Drei mit jährlich 349 Euro am wenigsten. Beim teuersten Anbieter, DIALOG telekom, ist dieser Tarif um 515 Euro teurer (siehe Tabelle unten) .

B2B Mobilfunk: Tarife und Konditionen im Vergleich. Zum Download einer vergrößerten Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild.

Bei nicht durch die Gesetzgebung regulierten Kosten für Auslandsnutzung unterscheiden sich die Anbieter deutlich. So kostet eine einzeln abgerechnete Telefonieminute aus Österreich ins EU-Ausland bei A1 83 Cent. Das ist mehr als dreimal so viel wie bei UPC mit 25 Cent. Auch beim Telefon-Roaming außerhalb der EU sind die Unterschiede groß. Für ein Gespräch aus den USA nach Österreich werden bei A1 pro Minute 3,33 Euro fällig. Bei Drei ist die Minute mit 1,25 Euro am günstigsten.

Alle Anbieter stellen Smartphonetarife ohne Hardware sowie stationäre Internetzugänge und Festnetztelefonnummern oder -anschlüsse zur Verfügung. Wer auf Hardware nicht verzichten möchte oder eine Gesamtlösung aus einer Hand online buchen will, ist erheblich eingeschränkt. UPC verkauft im B2B-Bereich gar keine Hardware. Eine Komplettlösung mit Internet, Festnetznummer und Mobiltelefonie lässt sich nur bei A1 direkt online kaufen.

Beim Preisausweis für über Inklusivvolumen hinausgehende Telefonminuten und SMS oder Megabyte-Datenvolumen herrscht speziell bei Auslandsnutzung Aufholbedarf. Oft schafft nur das Kleingedruckte Abhilfe. Die Testergebnisse sind gegen 1.490 Euro Schutzgebühr zuzüglich USt. bei ÖGVS unter info <AT> qualitaetstest.at erhältlich.

Spitzenleistung. Jan Trionow, Österreich-Chef von Drei, gewinnt den ÖGVS-Test und ist auch bei Tarifen und Angebotsumfang top.

Kundennähe. Bei dem von Eric Tveter gelenkten Anbieter UPC kommen Kunden rasch an Informationen zu Mobilfunktarifen und -konditionen.


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