Broadcom erhöht Gebot für Qualcomm auf 146 Milliarden Dollar

Der Kaufpreis je Aktie wurde von 70 auf 82 Dollar erhöäht. Das frühere Offert war vom Qualcomm-Chef zurückgewiesen worden.

Broadcom erhöht Gebot für Qualcomm auf 146 Milliarden Dollar

San Jose (Kalifornien)/New York. Der Chipmarkt wird einmal kräftig durchgerüttelt: Chipkonzern Broadcom hat sein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Qualcomm auf insgesamt 146 Mrd. Dollar (116,87 Mrd. Euro) hochgeschraubt. Damit will Broadcom die Qualcomm-Führungsspitze, die sich bisher gegen einen Deal sperrt, an den Verhandlungstisch bringen.

Das Gebot je Aktie werde um 12 Dollar - in Form von Broadcom-Anteilen - auf 82 Dollar angehoben, teilte Broadcom am Montag in San Jose mit. Damit wird Qualcomm mit rund 121 Mrd. Dollar bewertet. Dazu kämen nach früheren Angaben noch Schulden von rund 25 Mrd. Dollar hinzu, falls Qualcomm wie geplant den weiteren Konkurrenten NXP übernimmt.

Bisher hatte Broadcom 70 Dollar für Qualcomm geboten, davon 60 Dollar in bar und 10 Dollar in Broadcom-Aktien. Dieses Offert war von Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf als nicht diskussionswürdig eingestuft und zurückgewiesen worden.

Außerdem bietet Broadcom dem Qualcomm-Verwaltungsratschef Paul Jacobs und einem weiteren Vertreter der Firma einen Platz im Führungsgremium des fusionierten Unternehmens an. Broadcom versucht zudem mit weiteren Ankündigungen, Bedenken hinsichtlich der Finanzierung oder Auflagen der Regierung zu zerstreuen.

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ZUR PERSON: Martin Butollo ist seit 2013 Country-CEO der Commerzbank in Österreich. Nach seinem Studium an der Wiener Wirtschaftsuniversität und der Pariser HEC trat Butollo bei PricewaterhouseCoopers ein und wechselte dann nach Frankfurt, wo er bei der Dresdner Bank und der Commerzbank Bankerfahrung sammelte.
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