Pleite: Aus für britische Monarch Airlines

Die nächste Pleite in der europäischen Luftfahrtbranche: Die britische Monarch Airlines muss aufgeben.

Die nächste Pleite in der europäischen Luftfahrtbranche: Die britische Monarch Airlines muss aufgeben.

Die britische Fluggesellschaft Monarch Airlines hat völlig überraschend von einem Taf auf den anderen ihren gesamten Flugbetrieb eingestellt. Sämtliche Flüge wurden abgesagt. Rund 860.000 Passagiere sind betroffen, davon etwa 110.000 im Ausland gestrandete.

Völlig überraschend und praktisch über Nacht hat die britische Monarch Airlines ihren kompletten Flugbetrieb eingestellt und alle Flüge gestrichen. DIe fünftgrößte Fluglinie Großbritannienes ist pleite. Die Folge: Rund 110.000 Passagiere sind im Ausland gestrandet, insgesamt sind etwa 860.000 Passagiere betroffen.

Der Rücktransport der im Ausland befindlichen Passagiere wird zu einer Herkulesaufgabe. Die britische Civil Aviation Authority (CAA) spricht von der größten Rückholaktion in Friedenszeiten. Betroffen sind unter anderem Urlauber in Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und der Türkei. Außerdem mussten weitere rund 300.000 Buchungen von 750.000 Kunden storniert werden. Österreicher sind von der Pleite vermutlich nicht betroffen, da Monarch keine Flugverbindungen nach Österreich hatte.

Marktbereinigung in Europa

Die Ursachen sind wie bei den Pleiten der Air Berlin und der Alitalia der Konkurrenz- und Kostendruck. In einem Schreiben an seine Angestellten machte Monarch-Chef Andrew Swaffield außerdem auch Terrorattacken in Tunesien und Ägypten sowie die Entwicklung in der Türkei für die Insolvenz der vor 50 Jahren gegründeten Fluglinie verantwortlich. "Das Scheitern der dritten Airline in diesem Jahr in Europa ist ein Symptom von Überkapazität und viel zu aggressiver Preispolitik", sagte der Analyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital.

Monarch Airlines (Luton) gehört der Firma Greybull Capital und hat in den Bereichen Flüge und Reisen etwa 2.100 Mitarbeiter. Bis vor drei Jahren gehörte sie einer Milliardärsfamilie aus dem Tessin (Schweiz). Der Airline misslang der Nachweis, finanziell ausreichend abgesichert zu sein. Der Nachweis ist eine der Voraussetzungen für eine Verlängerung der Erlaubnis zum Verkauf von Pauschalangeboten mit Flügen. Die Fluggesellschaft soll Medienberichten zufolge bereits Verkaufsgespräche unter anderem mit Norwegian geführt haben.

Drei Mitarbeiter der Unternehmensberatung KPMG wurden als Insolvenzverwalter bestellt.

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