Brexit-Schock: Bankenrettung um Milliarden teurer

Brexit-Schock: Bankenrettung um Milliarden teurer

Der britische Steuerzahler wird noch mehr zur Kasse gebeten als bisher: Die Bankenrettung wird aufgrund des Brexit-Votums um satte 9 Milliarden Pfund teurer, noch bevor die Briten aus der EU sich verabschiedet haben. Neue Rechnung: Der Steuerzahler darf nun insgesamt fast 27 Mrd. Pfund für die Banken-Rettungen infolge der Finanzkrise 2008 aufbringen.

Dank der EU-Gegner bekommen die Briten nun eine satte Rechnung präsentiert: Brexit sei Dank - die Rettung der maroden britischen Banken wird noch teurer geworden. Weil die Börsenbewertungen der Geldhäuser nach dem Anti-EU-Referendum nachgegeben haben, sagte die für Haushaltsfragen zuständige Behörde OBR am Mittwoch, werden die Verluste sich um 9 Milliarden Pfund (10,5 Milliarden Euro) erhöhen.

Zahlen wird die Zeche freilich der Steuerzahler. Demnach drohen den Steuerzahlern durch die Banken-Rettungen von 2008 nun Einbußen über insgesamt 26,8 Milliarden Pfund (31,4 Milliarden Euro).

Spannend dürfte das wohl auch für Nigel Farage (UKIP) und Boris Johnson (Konservative) werden, die vor dem Brexit-Votum die Mitgliedschaft zur EU geradezu verteufelt haben. Sie haben den Briten massive Einsparungspotenziale versprochen, die durch die EU-Zahlungen (die aber wieder auf die Insel zurückflossen) nun frei werden. Farage, der sich nach dem EU-Votum zurückgezogen hatte und die Verantwortung quasi abzustreifen, wurde zuletzt auch vom designierten US-Präsidenten Donald Trump als Botschafter des Vereinigten Königreichs in den USA "gewünscht".

Die Regierung Großbritanniens hatte Milliarden in die Branche gepumpt, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern. Gestützt wurden unter anderem die Royal Bank of Scotland, Lloyds und Northern Rock. Bis jetzt ist es nur gelungen, rund die Hälfte des Geldes zurückzubekommen - etwa über den Verkauf von Aktien.

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