Brau Union übernimmt Mehrheit an Brauerei Fohrenburg

Die Brau Union erhöht ihrte Anteile an der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg auf 74 Prozent. Die Kartellbehörde muss noch zustimmen.

Brau Union übernimmt Mehrheit an Brauerei Fohrenburg

Bregenz Die zum niederländischen Heineken-Konzern gehörende Brau Union AG aus Linz übernimmt die Mehrheit der Anteile an der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg vom Fruchtsafthersteller Rauch. Wolfgang Sila, geschäftsführender Miteigentümer der Brauerei Fohrenburg, bestätigte am Mittwoch gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben.

Die Brau Union hält seit mehreren Jahren einen Anteil von elf Prozent an der Fohrenburg Beteiligungs-AG und wird diesen nun - die Zustimmung der Kartellbehörde vorausgesetzt - auf 74 Prozent erhöhen. Die restlichen 26 Prozent bleiben größtenteils bei Rauch, bei Sila und im Streubesitz. Keiner der verbliebenen Aktionäre verfügt für sich allein über eine Sperrminorität. Die Unternehmerfamilie Rauch hat seit Ende der 1990er-Jahre bei Fohrenburg als Mehrheitseigentümer das Sagen. Fohrenburg-Geschäftsführer Wolfgang Sila bleibt weiterhin an Bord.

Wirtschaftlich von Bedeutung sei, dass mit der Brau Union neue Kundengruppen im süddeutschen Raum erschlossen werden können und dadurch der Produktionsstandort in Bludenz weiter gestärkt werden könne, so Sila gegenüber der wirtschaftspresseagentur.com. Der Standort bleibe vollumfänglich erhalten, ebenso die Marke Fohrenburg als "Ländle-Bier".

Der Personalstand könnte sich seiner Ansicht nach durch die engere Zusammenarbeit mit der Brau Union in den kommenden Jahren sogar steigern. Derzeit laufen Gespräche über die Abfüllung des Brau-Union-Biermischgetränkes "Gösser Radler" für den deutschen Markt in Bludenz, eine Entscheidung könnte bald fallen. Dafür könnte auch die Einführung einer zweiten Schicht nötig werden.

Die Brau Union gehört zum niederländischen Heinekne-Konzern. In Österreich beschäftigt der Österreich-Ableger Heinekens 2700 Mitarbeiter. Zur größten Brauerrei-Gruppe Österreichs gehören insgesamt zwölf Biermarken und zehn Brauereien. Dazu gehören die Biermarken Gösser, Puntigamer, Schladminger, Schwechater, Reininghaus, Wieselburger, Zipfer, Edelweiss, Kaiser, Schlossgold, Desperados sowie die Marke der Konzernmutter Heineken.

Laut wirtschaftspresseagentur.com wappnen sich nun die beiden Vorarlberger Mohren und Frastanz mit einer Kooperation gegen Fohrenburg. Sie befürchten einen massiven Wettbewerbsdruck infolge des Einstiegs des international agierenden Bierkonzern Heineken.

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