Blitzstart für Sportausrüster On an der New Yorker Börse

Der Schweizer Laufschuh-Hersteller "On", an dem auch Tennis-Star Roger Federer beteiligt ist, hat beim Börsengang in New York einen guten Start hingelegt.

Der Schweizer Sportschuh-Spezialist ist an die Börse gesprintet

Der Schweizer Sportschuh-Spezialist ist an die Börse gesprintet

Der Börsengang des Schweizer Laufschuh-Herstellers On (NET000ONRUN1) in New York ist bei Investoren auf reges Interesse gestoßen. Das Unternehmen platzierte in der Nacht auf Mittwoch 31,1 Millionen Class-A-Aktien zu 24 Dollar (20,32 Euro) und damit teurer als geplant: Ursprünglich wurde ein Ausgabepreis von 18 bis 20 Dollar angepeilt. Der Sprung an die New York Stock Exchange brachte dem Sportausrüster 746,4 Millionen Dollar in die Kasse.

100 Läuferinnen und Läufer liefen zusammen mit den Gründern von On dem Hudson River entlang, um an der New York Stock Exchange die Opening Bell zu läuten.

Corona-Boom

Hersteller von Laufschuhen haben während der Coronaviruspandemie einen Nachfrageboom erlebt. Viele Menschen wendeten sich dem Laufen zu, als Fitnessstudios geschlossen und Mannschaftssportaktivitäten verboten wurden. On wurde 2010 vom ehemaligen Spitzen-Triathleten Olivier Bernhard und den Laufenthusiasten David Allemann und Caspar Coppetti gegründet. Dank der von ihnen entwickelten Dämpfungstechnologie soll man in den On-Laufschuhe mit der markanten Sohle "auf Wolken laufen".

Der 20-malige Grand-Slam-Sieger Federer stieg 2019 ein und arbeitete an der Entwicklung eines Tennisschuhs mit. On war 2021 Ausrüster des Schweizer Olympia-Teams in Tokio.

Die Führungsriege von On rund um Marc Auer, Olivier Bernhard, Martin Hoffmann, Caspar Coppetti und David Allemann.

Die Führungsriege von On rund um Marc Auer, Olivier Bernhard, Martin Hoffmann, Caspar Coppetti und David Allemann.

Schnell wachsendes Unternehmen

On kombiniert starkes Wachstum mit beeindruckenden Bruttomargen. Das Unternehmen ist mit einem durchschnittlichen jährlichen Nettoumsatzwachstum von 85 Prozent über die letzten zehn Jahre sehr schnell gewachsen. Gleichzeitig konnte On die Bruttomarge kontinuierlich steigern und erreichte im ersten Halbjahr 2021 einen in der Branche hohen Wert von 59 Prozent.

On-Kunden weltweit schätzen die patentierte Technologie, das Design und die positive Strahlkraft der Premium-Sportmarke. Der Halbjahres-Nettoumsatz 2021 von On ist auf 315 Millionen Schweizer Franken gestiegen, was einem Wachstum von 85 Prozent gegenüber den Halbjahreszahlen 2020 entspricht. Nordamerika stellt mit 49 Prozent den größten Markt für On dar. Die globale Präsenz der Marke umfasst zudem Europa, Asien, Australien und Lateinamerika.

Im Vertrieb setzt das Unternehmen auf einen Multi-Channel-Strategie, wobei das Direct-To-Consumer-Geschäft (DTC) in der ersten Jahreshälfte 2021 bereits 37 Prozent des Nettoumsatzes ausmachte, eine deutlich über dem Branchenschnitt liegende Quote.

Federführend beim On-Börsengang waren Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan. Mit an Bord waren auch UBS, Credit Suisse und anderen Banken.

Auch Sportradar an der Börse

Mit dem Sportdaten-Anbieter Sportradar (CH1134239669) ging am Dienstag bereits ein weiteres Schweizer Unternehmen in den USA an den Aktienmarkt. Das Debüt an der Technologiebörse Nasdaq verlief allerdings holprig: Der Aktienkurs lag bei Handelsschluss bei 25,05 Dollar und damit unter dem Ausgabepreis von 27 Dollar. Die Schweizer Firma sammelte bei Investoren mit der Platzierung von 19 Millionen Class-A-Aktien 513 Millionen Dollar ein. Das Geld will Sportradar, das Daten zu Sportereignissen unter anderem an Wettanbieter und Medienunternehmen liefert, in das weitere Wachstum und Zukäufe stecken.

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