Billigflieger Norwegian Air rüstet für die Langstrecke auf

Norwegian bestellt bei Boeing 19 Flugzeuge des Typs "Dreamliner" im Wert von 5 Milliarden Dollar und will damit neue Akzente setzen, um sich an der Spitze der Billigflieger zu behaupten. Die Auslieferung soll zwischen 2017 und 2020 erfolgen.

Billigflieger Norwegian Air rüstet für die Langstrecke auf

Oslo. Die Billigfluggesellschaft Norwegian Air rüstet sich mit einem Dreamliner-Großauftrag für den Ausbau ihres Langstreckenfluggeschäfts. Der Ryanair - und Easyjet-Konkurrent bestellte beim Flugzeughersteller Boeing 19 Großraumflugzeuge, die zwischen 2017 und 2020 ausgeliefert werden sollen, wie die Norweger am Donnerstag mitteilten.

Das ist der bisher größte Dreamliner-Auftrag einer europäischen Airline mit einem Listenpreis von mehr als 5 Mrd. Dollar (4,4 Mrd. Euro). Norwegian Air hat sich zudem die Option auf weitere zehn Maschinen gesichert.

Europas drittgrößte Billigfluglinie wächst derzeit rasant. Neben den Routen im Kernmarkt Europa bietet Norwegian Air nun auch Flüge in den Nahen Osten, nach Südostasien und die USA an.

Schon im kommenden Jahr will Norwegian Air ihre Kapazitäten deutlich ausweiten. Mit seinem operativen Ergebnis im dritten Quartal enttäuschte der Billigflieger allerdings den Markt. Die Aktie verlor zeitweise neun Prozent an Wert. Operativ verdiente Norwegian Air 251 Mio. Dollar, 68 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Analysten hatten sich im Schnitt noch ein wenig mehr erhofft.

Die Airline hat derzeit über 102 Flugzeuge vom Typ Boeing in Betrieb, darunter acht Dreamliner. Eigenen Angaben zufolge will Norwegian neben der jüngsten Bestellung der 19 Dreamliner weitere Flugzeuge ordern.

Im Jahr 2013 hatte Norwegian mit den damals ausgeliferten Dreamlinern wenig Glück. Das als sparsam geltende, mit modernster Technik vollgestopfte und mit leichten Triebwerken bestückte Flugzeug erwies sich als pannenanfällig. So mussten die damals zwei in Betrieb genommenen Flugzeuge wegen Problemen mit den Batterien zeitweilig am Boden bleiben. Norwegian hatte im Jahr 2013 bereits acht Boeing Dreamliner (Typ 787) bestellt.

Im Jahr 2014 hatte die Airline Gespräche über den Kauf von 20 Langstreckenmaschinen vom Typ Boeing 787 Dreamliner auf Eis gelegt. Das US-Verkehrsministerium habe den Plänen der Gesellschaft für ihre Langstreckenflüge noch nicht zugestimmt, teilte das Unternehmen damals mit. US-Gewerkschaften sowie Konkurrenten hatten scharf gegen die Pläne protestiert, weil die Norweger Besatzungen aus Asien zu geringeren Kosten einsetzen könnten.

Ärger mit den Piloten

Im Frühjahr 2015 hatte Norwegian einen Dauerstreit mit seinen Piloten. Im Mürz gipfelte der Streit in einem Arbeitskampf. 650 Piloten in einer Norwegian-Tochter gingen in Streik, weil sie von der Muttergesellschaft übernommen werden wollten. Dadurch waren tagelang nahezu alle Norwegian-Flüge innerhalb Skandinaviens ausgefallen. 200.000 Reisende waren von dem Streik betroffen. Mitte März wurde nach elf Tagen der Pilotenstreik mit einer Einigung zwischen der Geschäftsführung und der Gewerkschaft beendet.

Christian Winkelhofer, Managing Director Neue Technologien Accenture Österreich

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Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

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