Betriebsrat will Otto als AUA-Chef

Betriebsrat will Otto als AUA-Chef

Andreas Otto, bisher CCO, ist der Wunschkandidat des Betriebsrats für die Albrecht-Nachfolge. Der Deutsche ist aber auch sonst der Favorit.

Der neue Mann hat sich in nur wenigen Monaten beim AUA-Personal beliebt gemacht.

Andreas Otto, 52, ist zwar erst seit Oktober letzten Jahres im Vorstand der Austrian Airlines (AUA), dennoch hat er allerbeste Chancen für den Sprung an die Airline-Spitze. Jedenfalls wünscht sich der Betriebsrat der AUA, dass der bisherige Chief Commercial Officer die Nachfolge des Ende Mai zur SunExpress wechselnden CEO Jaan Albrecht antritt.

"Mit Otto kann man auf Augenhöhe diskutieren, er spricht die Dinge klar aus und geht die Arbeit richtig österreichisch an", schwärmt Langzeit-Betriebsrat Alfred Junghans, der Albrecht keine Träne nachweint. Wichtig, so Junghans, sei, dass nicht wieder ein "Jobhopper" an die Spitze der Airline kommt, sondern dass Kontinuität bei der AUA einkehrt. Und Otto, dessen Familie gerade erst nach Wien übersiedelt, stehe für diese Kontinuität. Immerhin 13 Jahre war er in der Lufthansa Cargo tätig. Verhindern könnte Ottos Bestellung noch der Umstand, dass die Lufthansa-Führung großflächig umbaut und möglicherweise einen Job für einen lang gedienten Manager braucht, der dann nach Wien geschickt wird. So zumindest Befürchtungen bei der AUA.

Spätestens Ende April will der Aufsichtsrat über die Nachfolge entscheiden. Das Albrechts Vertrag nicht mehr verlängert wird, war zu erwarten. Sein plötzliches Ausscheiden kam aber überraschend und offenbar auf Druck der türkischen SunExpress-Miteigentümer zustande. Jaan Albrecht musste deswegen sogar seinen Mexiko-Urlaub kurzfristig absagen und nach Antalya fliegen.

Artikel aus FORMAT 14/2015 Zum Inhaltsverzeichnis und Download als ePaper

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