Benko teilt Karstadt auf

Benko teilt Karstadt auf

René Benko behält die Filetstücke, seine Signa Retail besorgt jetzt alleine das Handelsgeschäft im gesamten Karstadt-Reich.

René Benko und sein Partner Beny Steinmetz gehen künftig getrennte Wege. Der Österreicher übernimmt die Nobelhäuser.

Wien/Essen. Der österreichische Immobilienmagnat René Benko und der im Diamantenhandel zu Reichtum gelangte Israeli Beny Steinmetz haben in den vergangenen Jahren viel Geld gemeinsam in Karstadt investiert. Zuerst erwarben sie für über eine Milliarde Euro ein Paket mit Karstadt-Immobilien, dann das Handelsgeschäft der Premium-Häuser und von Karstadt Sport; und schließlich die Karstadt Warenhandels AG und damit die Bewirtschaftung aller Kaufhäuser.

Nun gehen Benko und Steinmetz getrennte Wege und teilen den gemeinsamen Besitz auf - freundschaftlich, wie zu hören ist. Aus Protokollen der deutschen Kartellbehörden geht hervor, dass sie der Aufteilung zustimmen. Auch Benko bestätigt die Transaktion grundsätzlich, will aber keine Details nennen.

Aus Branchenkreisen erfuhr FORMAT, wie die Sache laufen soll. Benkos Signa Prime, die Immobilien langfristig hält, verleibt sich die drei Nobelkaufhäuser KaDeWe (Berlin), Oberpollinger (München) und Alsterhaus (Hamburg) ein, weiters den Karstadt in der Stuttgarter Fußgängerzone, der gesperrt und neu entwickelt wird, und den Karstadt am Berliner Kurfürstendamm, der um ein Shoppingcenter erweitert wird. Steinmetz erhält die 20 klassischen Karstadt-Immobilien in verschiedenen deutschen Städten, die bislang im Besitz der gemeinsamen Kaufhaus Holding (Luxemburg) standen.

Das operative Handelsgeschäft betreibt die Signa Retail künftig alleine: sowohl bei den Premium-Kaufhäusern, bei Karstadt Sport, Deutschlands zweitgrößtem Sporthändler, als auch bei den anderen rund 80 Karstadt-Filialen. Mit Steinmetz wurde ein langfristiger Mietvertrag für seine 20 Immobilen abgeschlossen. Der Rest gehört unterschiedlichen Eigentümern, oft Banken und Versicherungen.

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