Bei der OMV sprudelt wieder mehr Öl

Bei der OMV sprudelt wieder mehr Öl

Die OMV hat im dritten Quartal 2014 so viel verdient wie seit langem nicht mehr.

Rentabel war für die OMV das dritte Quartal: Im kriegsgebeutelten Libyen wurde die Produktion teilweise wieder aufgenommen, in Norwegen die Förderung gepusht und in den Raffinerien so viel wie seit langem nicht mehr verdient. Die Gesamtproduktion stieg im Vergleich zum Vorquartal um fünf Prozent auf 311.000 Barrel pro Tag, die Marge pro Fass stieg von 1,92 Dollar auf 4,90 Dollar.

Im abgelaufenen dritten Quartal hat der OMV-Öl- und Gaskonzern in seinen Raffinerien so viel verdient wie seit langem nicht mehr. Die Referenz-Raffineriemarge stieg auf 4,90 Dollar pro Fass, zweieinhalb Mal so viel wie im Vorquartal und mehr als das Vierfache als vor einem Jahr. Grund war primär die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien.

Dank einer teils wieder aufgenommenen Produktion in Libyen und einem weiteren Förderanstieg in Norwegen hat der heimische Öl- und Gaskonzern OMV im 3. Quartal spürbar mehr produzieren können. Die Förderung wuchs gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 5 Prozent von 297.000 auf 311.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag.

Nach Abschluss des Modernisierungsprogramms der Raffinerie in Rumänien habe man die Möglichkeit genutzt, die Produktenstruktur für die Berechnung der OMV-Referenz-Raffineriemarge in Q3/2014 anzupassen, erklärte der Konzern am Montag im Quartalszwischenbericht (Interim Statement).

Die erfolgreiche Fertigstellung dieses Programms erhöhe die Standard-Profitabilität in Petrobrazi um rund 5 Dollar pro Barrel im Vergleich zur Zeit vor der Modernisierung. Dies entspreche einem Gesamtanstieg der Marge aller Raffinerie-Assets des OMV-Konzerns von rund einem Dollar je Fass.

Neben dieser Anpassung sei die OMV-Referenz-Raffineriemarge hauptsächlich durch verbesserte Mitteldestillat-Spannen (Diesel/Heizöl) im Vergleich zum 2. Quartal 2014 gestiegen. Nach Abschluss geplanter Stillstände in Petrobrazi und Schwechat bei Wien habe sich der Raffinerie-Auslastungsgrad verbessert. Gesunkene Rohöl-Preise im Quartal hätten aber zu negativen CCS-Effekten (Lager-Effekten) geführt.

Die Petrochemie-Performance sei wegen höherer Ethylen- und Propylen-Spannen besser als im Vorquartal gewesen. Das Marketing-Geschäft habe den erwarteten saisonalen Anstieg der Margen und Verkaufsmengen aufgewiesen.

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