BAWAG schluckt Stuttgarter Südwestbank vollständig

BAWAG schluckt Stuttgarter Südwestbank vollständig

BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk hat nach der Übernahme der Südwestbank in Deutschland Lust auf mehr.

Die Übernahme ist Teil einer DACH-Strategie der Bank. BAWAG-Chef Abuzaakouk sieht in der Bank einen "idealen Partner" für die Expansion in Deutschland.

Wien/Stuttgart. Die BAWAG P.S.K. hat den bereits im Mai angekündigten Kauf der Südwestbank mit Sitz in Stuttgart vollzogen. Das Institut wird wie geplant vollständig übernommen. Der Abschluss der Transaktion wird für 2017 erwartet und unterliegt noch den üblichen aufsichtsbehördlichen Bewilligungen. Dies teilte die BAWAG am Montag mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

"Diese Übernahme ist Teil unserer auf die DACH-Region ausgerichteten Strategie und eröffnet uns Zugang zu ausgezeichneten Kunden auf einem äußerst attraktiven Markt", so BAWAG-CEO Anas Abuzaakouk in einer Presseaussendung. Das Know-how und die langjährige Tradition der Südwestbank mache die Bank zu einem idealen Partner für die Erweiterung der Präsenz und die Verbreiterung der Kundenbasis.

"Mit der Südwestbank erhält die BAWAG P.S.K. ein solides und fest in der Region verankertes Standbein in Deutschland, dessen Bilanzsumme und Eigenkapitalbasis sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt haben", so Andreas Strüngmann, Mitgesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestbank.

Die 1922 gegründete Südwestbank ist hauptsächlich in Baden-Württemberg tätig. Sie kam 2016 laut vorläufigen Zahlen auf eine Bilanzsumme von 7,4 Mrd. Euro und betreute in 28 Geschäftsstellen mit 650 Mitarbeitern rund 100.000 Privat- und Firmenkunden. Der Gewinn vor Steuern lag zuletzt bei 30 bis 40 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 12 Prozent (CET1). Die risikogewichteten Aktiva betrugen mehr als 5 Mrd. Euro.

Verkäufer sind die Zwillingsbrüder Andreas und Thomas Strüngmann, die über ihre Santo Holding die Südwestbank gehalten hatten.

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