BAWAG P.S.K. steuert Richtung Börse

Die Bawag P.S.K. steht vor der Übernahme der Stuttgarter Südwestbank und nimmt Kurs auf die Börse.

BAWAG P.S.K. steuert Richtung Börse

Bawag-Vorstandschef Anas Abuzaakouk verhandelt aktuell mit den Eigentümern der Stuttgarter Südwestbank, Andreas und Thomas Strüngmann, über eine Übernahme. Damit würde der viertgrößten Bank Österreichs der lange angepeilte Sprung auf den deutschen Markt gelingen. Abuzaakouk rechnet damit, dass der Deal in den nächsten Wochen besiegelt werden kann. Der Weiterverkauf an die Bawag soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein.

Die Übernahme der Südwestbank finanziert die Bawag mit Eigenmitteln, doch sie soll nicht der letzte Zukauf in Deutschland bleiben. "Deutschland ist ein sehr, sehr attraktiver Markt für uns", sagte Abuzaakouk der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sehen uns einige Möglichkeiten an, die eine Ergänzung für die Südwestbank wären." Weitere Gespräche über Zukäufe laufen bereits. Der neue Vorstandschef der Bank will ein "signifikantes Wachstum" in ganz Deutschland erreichen.

Bawag-Mehrheitseigentümer Cerberus (Cerberus hält 52-Prozent, Co-Investor GoldenTree Asset Management 40 Prozent der Anteile) könnte jedoch noch weitere Schritte vorbereiten. Insider-Informationen zufolge sollen noch im Juni Banken mandatiert werden, um den Börsengang der Bawag zu organisieren. Die Emission könnte im Herbst über die Bühne gehen.

Milliarden-IPO

Cerberus hat in den vergangenen Wochen auch Pläne für einen Ausstieg bei der Bawag durchgespielt. Der Finanzinvestor war 2007 bei dem Institut eingestiegen, das kurz zuvor aus der Fusion der Bawag mit der Postsparkasse (P.S.K.) entstanden war, und hatte es in den vergangenen Jahren auf Rendite getrimmt. Bei einem Börsengang könnte die BAWAG P.S.K. mit vier bis fünf Milliarden Euro bewertet werden. Cerberus könne sich im ersten Schritt von Bawag-Aktien für 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro trennen. Ein schneller Börsengang sei aber nicht die einzige Option für die Amerikaner. Bawag-Chef Abuzaakouk sagte zu möglichen Börsenplänen nur, Finanzinvestoren versuchten ihre Beteiligungen irgendwann zu Geld zu machen.

Die Stuttgarter Südwestbank ist mit 28 Filialen, 100.000 Kunden und einer Bilanzsumme von 7,4 Milliarden Euro keine Großbank. Im vergangenen Jahr kam sie auf ein Betriebsergebnis von 79 Millionen Euro vor Steuern. Die Brüder Strüngmann, die Gründer des Pharmaherstellers Hexal und spätestens seit dessen Verkauf an Sandoz Milliardäre, hatten die ehemalige Genossenschaftsbank 2004 für rund 100 Millionen Euro von der DZ Bank gekauft. Vor drei Jahren hatten sie der Südwestbank eine 400 Millionen Euro schwere Kapitalspritze verpasst.

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Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

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