Baukonjunktur verhilft Wienerberger zu Gewinnsprung

Wienerberger CEO Heimo Scheuch

Wienerberger CEO Heimo Scheuch

Wienerberger, der Ziegel-Gigant aus Österreich, kann dank der guten Nachfrage nach Ziegeln auf ein gutes erstes Halbjahr 2017 zurückblicken. Unter dem Strich konnte der Gewinn um gut die Hälfte auf 41,7 (27,1) Millionen Euro gesteigert werden.

Heimo Scheuch, Vorstandschef der der Wienerberger, kann mit der Performance des weltgrößten Ziegelherstellers im ersten Halbjahr 2017 mit Recht zufrieden sein. Das Unternehmen konnte dank des anziehenden Ziegelgeschäfts in Europa kräftig zulegen. Bei einem um vier Prozent höheren Umsatz von 1,5 Milliarden Euro ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um sieben Prozent auf 190,1 Millionen Euro gestiegen, unter dem Strich konnte der Gewinn um gut die Hälfte auf 41,7 (2016: 27,1) Millionen Euro gesteigert werden.

Das Geschäft der Division Clay Building Materials Europe (CBME) entwickelte sich sowohl in West- als auch in Osteuropa dank der wachsenden Wohnbauaktivität, die für Preiserhöhungen und Absatzsteigerungen in allen Produktgruppen genutzt werden konnte, durchgehend stark. Der österreichische Wohnbaumarkt lag stabil auf gutem Niveau, das osteuropäische Geschäft entwickelte sich fast durchgehend stark. In den Niederlanden profitierte das Ziegelgeschäft von einer leicht besseren Nachfrage. Auch der französische Neubaumarkt zeigte sich steigend, während die Nachfrage im Ein- und Zweifamilienhausbau in Deutschland rückläufig war.

Auch in Nordamerika liefen die Geschäfte gut: Die Division North America entwickelte sich insgesamt positiv. Wienerberger profitierte in den USA von einer steigenden Neubautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhausbereich und setzte bei leicht verbesserten Durchschnittspreisen mehr Ziegel ab.

Für das Gesamtjahr erwartet Wienerberger-Chef Scheuch gesamteuropäisch ein anhaltendes, leichtes Wachstum im Wohnbau und daher auch zum Jahresende eine deutliches Umsatz- und Gewinnplus in der CBME-Sparte. Für die Division North America wird mit einem organischen Wachstum von Umsatz und Ergebnis gerechnet. Scheuch: "Für das Gesamtjahr 2017 haben wir uns sehr ambitionierte Ziele gesteckt. Ich bin zuversichtlich, dass wir unser bereinigtes Konzern-EBITDA auf 415 Millionen Euro steigern werden.“

Wienerberger Aktie im Blick

An der Börse notiert die Wienerberger-Aktie (ISIN AT0000831706) aktuell bei 19,06 Euro. Das Papier hat sich in den letzten fünf Jahren mit einem jährlichen Wachstum von 22,6 Prozent sehr gut entwickelt. Auf drei Jahre gerechnet liegt das annuale Plus bei 18,79 Prozent, im letzten Jahr hat es wieder um gut 35 Prozent an Wert zugelegt.

Seit dem Hoch im Mai (22,7 Euro) hat die Aktie jedoch etwas an Wert angegeben. Angesichts der nun vorgelegten Halbjahresergebnisse und des positiven Ausblicks auf das weitere Geschäftsjahr dürfte somit der Zeitpunkt für einen Einstieg nicht schlecht sein.

Wienerberger-Aktie (ISIN AT0000831706); 1-Jahres-Verlauf; Stand vom 17. August 2017: 19,04 Euro. Für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

Wienerberger-Aktie (ISIN AT0000831706); 1-Jahres-Verlauf; Stand vom 17. August 2017: 19,04 Euro. Für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

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