Banken sehen weiter starkes Wirtschaftswachstum im CEE-Raum

Banken sehen weiter starkes Wirtschaftswachstum im CEE-Raum

Rumänische Hauptstadt Bukarest: Die CEE-Staaten profitieren am stärksten vom niedrigen Zinsumfeld.

Die Ökonomen der Kreditinstitute RBI und Bank Austria gehen weiter von einem starken Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) aus. 2016 sollte das reale BIP-Wachstum im Schnitt knapp über 3 Prozent liegen, heißt es in einer Analyse von Raiffeisen Research. Beflügelt wird der Anstieg durch eine günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie steigender Kaufkraft.

Auch die zuletzt stark gebeutelten Länder Russland und die Ukraine würden die Rezession hinter sich lassen, wenngleich die Erholung langsam verlaufen werde, erwartet man bei der Bank Austria.

Eine besonders gute Entwicklung für 2016 sehen die Ökonomen für die EU-Mitglieder Rumänien, Polen, Slowakei und Bulgarien mit Wachstumsraten jenseits der 3- bzw. sogar 4-Prozentmarke. Kroatien und Serbien haben die Rezession nach langen Jahren überwunden.

"CEE-EU konnte wegen solider außenwirtschaftlicher Positionen am stärksten vom weltweit ultra-niedrigen Zinsumfeld und der reichlichen Liquidität profitieren und hat gleichzeitig ihre Geldpolitik mit rekordtiefen Zinssätzen akkommodativ und die Währungen stabil gehalten", so Lubomir Mitov, CEE-Chefökonom der UniCredit, am Mittwoch laut Aussendung.

2015 war das Wirtschaftswachstum in Österreich von 0,9 Prozent maßgeblich vom Lageraufbau und vom staatlichen Konsum getragen. Geringe Impulse kamen hingegen vom Außenhandel, privaten Konsum und den Investitionen. Heuer wird mit einem BIP-Plus von 1,4 Prozent gerechnet. Durch die Steuerreform dürften die real verfügbaren Haushaltseinkommen im Jahresverlauf merklich ansteigen und den privaten Konsum beflügeln. Für Impulse sorgten auch die Staatsausgaben im Zusammenhang mit der Versorgung von Flüchtlingen, wenngleich diese natürlich zulasten des Staatshaushaltes gehen, so Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek.

Brezinschek hält die Angst vor einer Rezession in der Eurozone angesichts moderater Konsumnachfrage für übertrieben. Die Inflationsrate sollte sich bis Ende 2016 wieder deutlich in den positiven Bereich bewegen. In Österreich werde die Teuerung mit 1,4 Prozent für 2016 und 2,0 Prozent für 2017 weiterhin über der Teuerungsrate der gesamten Eurozone (2016: 0,7 Prozent; 2017: 1,5 Prozent) bleiben. Die Europäische Zentralbank (EZB) gehe dennoch "unbeirrbar den Weg der Zentralbankgeldflutung", was primär den Vermögenswerten und nicht der Realwirtschaft zugutekomme.

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU ("Brexit") hätte für beide Seiten Nachteile, meint Brezinschek. Der weltweite politische Einfluss würde sinken und die EU-kritischen Stimmen in anderen Ländern wären gestärkt, was weitere Abstimmungen oder gar Austritte zur Folge haben könnte, so der Ökonom. Auf der ökonomischen Ebene würde ein Brexit eine finanzielle Lücke reißen und sich negativ auf die Währungs-, Zins- und Aktienmärkte Europas auswirken. Großbritannien stimmt am 23. Juni über die EU-Mitgliedschaft ab.

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