Bank Austria im Visier der US-Ermittler

Bank Austria im Visier der US-Ermittler

Die BANK AUSTRIA steht im Verdacht, gegen US-Finanzsanktionen verstoßen zu haben. Amerikanische Behörden untersuchen seit zwei Jahren, ob es verbotene Geschäfte der Bank im Iran gegeben hat.

Die Nerven in der Bank Austria liegen blank. Nicht nur, weil bis 2018 mehr als 2.000 Jobs abgebaut werden sollen. Das Institut, das zur italienischen UniCredit-Gruppe gehört, ist aktuell auch Gegenstand von Ermittlungen, wie sie in Österreich erstmals stattfinden. Es steht im Visier von US-Behörden, insbesondere im Visier des sogenannten Offices of Foreign Assets Control, kurz: OFAC.

Dieses "Amt für Kontrolle von Auslandsvermögen" ist dem US-Finanzministerium unterstellt und zeichnet für die Überwachung der amerikanischen Wirtschaftssanktionen verantwortlich.

Und damit hat die rund 200 Mann starke Behörde mehr als genug zu tun, denn die Liste jener Länder, die auf der Sanktionsliste stehen, ist äußerst umfangreich: Weißrussland, Nordkorea, Libyen, Kuba, Syrien oder Iran, um nur einige zu nennen. Auch Einzelpersonen sind darauf zu finden. Handel, in welcher Form auch immer, ist mit eben diesen Ländern oder Personen streng verboten, will man jemals wieder in den USA wirtschaftlich aktiv sein.

Zudem drohen Strafen in Millionenhöhe, kommt die OFAC einmal hinter einen Sanktionsbruch. Gegen die französische BNP Paribas wurde 2014 sogar eine Rekordstrafe von 8,9 Milliarden Dollar verhängt, weil die Bank die US-Sanktionen gegen den Iran systematisch umgangen haben soll.

Die Bank Austria will sich derzeit nicht zu der Causa äußern. Alles top secret, alles sehr heikel. Die Bank verweist auf den Geschäftsbericht 2015, im dem von einer "freiwilligen Untersuchung" gesprochen wird.

Lesen die komplette Geschichte im trend 20/2016 vom 20. Mai 2016

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