Bank Austria zuversichtlich für Erhalt der meisten CEE-Jobs in Wien

Die Steuerung der Region Osteuropa (CEE) wurde von der Bank Austria in Wien zur Mutter UniCredit nach Mailand verlagert. Entwarnung für die Mitarbeiter: Sie sollen in eine UniCredit-Filiale in Wien eingegliedert werden.

Bank Austria zuversichtlich für Erhalt der meisten CEE-Jobs in Wien

Wien. Die Bank Austria geht unverändert davon aus, dass der "Großteil" der Mitarbeiter, die sich um das Geschäft der Osteuropa-Töchter der UniCredit kümmern, in Wien bleiben kann. "Das Ziel ist es, möglichst viele Mitarbeiter im Osteuropa-Geschäft in Wien zu halten", so Bank-Austria-Chef Zadrazil am Donnerstag vor Journalisten. Bis zum Jahresende erwartet er die endgültigen Beschlüsse.

Die Bank Austria musste die Töchter in Ost- und Mitteleuropa an die Mutterbank UniCredit abgeben. Davon betroffen sind etwa 500 Jobs und das damit verbunden Know-how, die trotz der künftigen Steuerung aus Mailand in Wien erhalten werden sollen. Formal sollen diese Mitarbeiter in eine schon vorhandene Filiale der UniCredit in Österreich verschoben werden. Mit der Europäischen Zentralbank gebe es intensive Gespräche, ob diese Filiale eine Banklizenz braucht, sagt Zadrazil. Denn "es macht alles einfacher", wenn keine Banklizenz nötig wird.

Von den betroffenen 500 Personen sind 250 bis 300 direkt in der Steuerung der früheren Osteuropatöchter der Bank Austria tätig. Es seien aber bei weiten nicht nur Österreicher oder Italiener hier tätig, viele würden wohl auch mit dem Job woanders hin übersiedeln wollen, erwartet Zadrazil. Auch mit der Installierung eines neuen Chefs in der UniCredit rechnet Zadrazil nicht damit, dass das Konzept über den Haufen geworfen wird, da sich der Verwaltungsrat der Bank schon zur grundsätzlichen Ausrichtung der Bank bekannt habe.

Für die heimischen Kunden der Bank Austria, die in Osteuropa tätig sind, ändere sich ohnehin durch die Ausgliederung der CEE-Töchter nichts, versicherte Zadrazil.

Der Verkauf von nicht für das Bankgeschäft nötigen Immobilien dürfte "in den nächsten Monaten" abgeschlossen werden, sagte Zadrazil. 90 Prozent der Immobilien seien schon verkauft, bei den anderen laufe der Verkaufsprozess.

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