Bad Gastein: Luxushotel Grüner Baum wird weitergeführt

Das Nobelhotel in Bad Gastein wird, trotz Pleite, weitergeführt.

Das Nobelhotel in Bad Gastein wird, trotz Pleite, weitergeführt.

Das Hotel Grüner Baum, das zu den "Small Luxury Hotels of the World" gehört und ein Bio-Hotel ist, wird trotz Millionenpleite weitergeführt. Darauf konnte man sich mit Banken und Gläubiger einigen.

Das Traditionshotel wird in Absprache mit dem Insolvenzverwalter, Karl Ludwig Vavrovsky, weitergeführt. Langfristig soll der Betrieb mit 140 Betten, das auf fünf Häuser aufgeteilt ist, saniert werden und dem Gasteinertal als einer der Leitbetriebe erhalten bleiben.

Das Hoteldorf Grüner Baum, seit 102 Jahren ununterbrochen im Familienbesitz, konnte sich zuletzt immer schwerer gegen dem Abwärtstrend wehren, der im Gasteiner Tourismus in den vergangenen Jahren um sich gegriffen hat. Darüber hinaus sei der Betrieb des Hoteldorfs allein aufgrund der Größe und Aufteilung der Gästezimmer auf fünf verschiedene Häuser und die damit verbundene Landschaftspflege und innerbetrieblicher Logistik äußerst kostenintensiv. Anfang Juni musste die Betreiberfamilie Blumschein deshalb die Insolvenz beantragen.

Haftungspaket wurde geschnürt

"Dank der stabilen Buchungslage für die kommenden Monate, einer guten Gesprächsbasis mit den Lieferanten und dem Einsatz der Mitarbeiter, viele sind seit 20 und mehr Jahren im Hotel beschäftigt, konnte mit dem Insolvenzverwalter die Weiterführung des Betriebs vereinbart werden", erklärt Geschäftsführer Maximilian Blumschein. Die Österreichische Hotel und Tourismusbank hat darüber hinaus ein Paket mit Haftungsübernahmen geschnürt und unterstützt die Sanierung und Fortführung des Grünen Baums. Insgesamt kämpft das Unternehmen mit Schulden in Höhe von sieben Millionen Euro. 87 Gläubiger und rund 40 Mitarbeiter sind betroffen.

Geschäftsführer Maximilian Blumschein und seine Familie zeigen sich für die weitere Zukunft des Hotels optimistisch. „Stammgästen, Mitarbeiter und Lieferanten halten uns die Treue und wir sind zuversichtlich, den Familienbetrieb und alle Arbeitsplätze langfristig erhalten zu können“, so Blumschein.

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