Ausgebrüht: Starbucks schließt Wiener Flagship-Store

Die US-Kaffeehauskette Starbucks schließt die Vorzeige-Filiale in der Wiener Kärntner Straße gegenüber der Staatsoper. Die 2001 als erste Filiale Österreichs eröffnete Niederlassung ist unrentabel geworden.

Ausgebrüht: Starbucks schließt Wiener Flagship-Store

Sperrstund' ist: Österreichs erste Starbucks Filiale wird geschlossen.

Der Kaffee-Multi Starbucks mit über 23.000 Filialen weltweit trennt sich laut Geschäftsführung „schweren Herzens“ von seinem österreichischen Flagship-Store in der Wiener Kärntner Straße. Die Niederlassung wurde am 8. Dezember 2001 als erste Niederlassung Österreichs eröffnet.

Die Schließung kommt überraschend und wird umgehend durchgezogen. Am Sonntag, den 12. Juni 2016 wird in der Filiale zum letzten Mal Kaffee ausgeschenkt.

Der Shop ist, wie trend recherchiert hat, nach 15 Jahren renovierungsbedürftig. Eine kolportierte Monatsmiete von rund 25.000 Euro trägt das Übrige dazu bei, dass sich die Filiale für den Konzern nicht mehr rechnen dürfte. Die Schließung wird mit „der regelmäßigen Prüfung der betrieblichen Leistungsfähigkeit im Verlauf eines Geschäftsjahres“ begründet.

Die Mitarbeiter kommen an den umliegenden Standorten unter. Derzeit betreibt Starbucks 19 Filialen in Österreich, 15 davon in Wien. Zum Österreich-Start im Jahr 2001 hatte Starbucks noch weit mehr Filialen geplant. Damals hatte das Unternehmen angegeben, in fünf Jahren bundesweit 60 Coffeeshops eröffnen zu wollen.

Gedämpfte Prognose

Mit Iced Cafè Latte, Caramel Macchiato und Co hat Starbucks zuletzt einen Quartalsgewinn von 575 Millionen Dollar erwirtschaftet. Im ersten Quartal des Jahres hat das Unternehmen damit um 16 Prozent mehr verdient als im Vergleichszeitraum des Jahres 2015. Der Umsatz blieb jedoch deutlich unter den Erwartungen der Analysten zurück. Auch die Filialkette wächst nicht mehr so rasch wie früher. Ein Plus von acht Prozent im Jahresvergleich war den Investoren etwas zu wenig - genauso wie der in Aussicht gestellte Gewinn pro Aktie von 47 bis 48 Cent.

Die Aktie des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens (ISIN US8552441094) notiert aktuell bei 55,22 Dollar und hat damit im laufenden Jahr rund acht Prozent an Wert verloren.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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