September bringt das Aus für Halogen-Spots

September bringt das Aus für Halogen-Spots

Halogenlampen: Schön, aber Stromfresser.

Wer Halogen-Spots verwendet, sollte sich mit dem Kauf von Ersatzlampen beeilen. Ab morgen werden im Handel nur noch Restbestände angeboten. Doch der Umstieg auf neue LED-Lampen zahlt sich aus.

Vom 1. September 2016 an dürfen EU-weit keine Halogenlampen mehr in den Handel gelangen, die eine schlechtere Klassifizierung als Energieeffizenzklasse B haben. Diese obendrein kurzlebigen erfüllen Lampen nicht mehr die in der EU gültigen Mindestanforderungen betreffend des Energieverbrauchs.

Von dem Verkaufsverbot betroffen sind vor allem die beliebten und auch in Österreich weit verbreiteten Halogen-Spotlights. Noch im Handel befindliche Restmengen dürfen aber noch abverkauft werden.

Der Schritt ist ein weiterer Weg, um den europaweiten Energieverbrauch zu reduzieren. Wie viel Strom Beleuchtung in der EU benötigt, ist nicht zu unterschätzen. In der EU summiert sich der Energieverbrauch dafür auf 382 TWh. Das entspricht mehr als dem Fünffachen des gesamten österreichischen Inlandsstromverbrauchs eines Jahres.

Halogenlampen letztlich deutlich teuer

Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher der Umweltschutz-Organisation Global 2000, begrüßt den von der EU bereits 2012 beschlossenen Schritt. Dadurch werde der Weg für die deutlich energiesparendere LED-Technologie geebnet., die Konsumenten profitieren niedrigeren Energiekosten und die Umwelt letztlich von den geringeren Treibhausgasemissionen, so die Umweltschützer.

Laut Global 2000 müssen während der Lebensdauer einer LED-Lampe bis zu zwölf Halogenlampen eingeschraubt werden. Bei einem Einzelpreis von 3,50 Euro für ein dimmbares Halogenspotlight amortisieren sich die Mehrkosten für einen vergleichbaren, dimmbaren LED-Spot von rund acht Euro sehr schnell. Bezieht man die Nutzungsdauer mit ein, können Halogenlampen bereits in der Anschaffung mehr als fünfmal teurer als LED-Lampen kommen.

Halogen: 8-mal mehr Energieverbrauch als LED-Lampen

Dazu kommen noch die höheren Energiekosten durch die geringere Energieeffizienz: Halogenlampen brauchen gut achtmal mehr Energie, um die gleiche Energieausbeute wie LED-Lampen zu erzielen. Halogenlampen zu kaufen war damit schon bisher eine eher schlechte Entscheidung. Wobei bei der Entwicklung der LED-Technologie noch gar nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

Global 2000 fordert in diesem Zusammenhang auch die Überarbeitung des Energielabels. Das Label führe mittlerweile oft in die Irre, meint Energiesprecher Wahlmüller. Schlechte Effizienzklassen, die am Markt gar nicht mehr erhältlich aber am Label noch angegeben seien, würden die Realität verzerren. "Produkte mittlerer Energieeffizienzklassen werden so in ein unverdient gutes Licht gestellt", kritisieren der Umweltschützer.

Eklatant sei das bei Kühlschränken, deren verpflichtende Energielabels immer noch die Energieeffizienzklassen von A+++ bis D abbilden. Kühlschränke mit einer schlechteren Energieeffizienz als A+ dürfen aber mittlerweile nicht mehr in den Markt gelangen. „Wer heute bei Kühlschränken ein A+-Gerät erwirbt, glaubt ein gutes Produkt zu erwerben. Was die Energieeffizienz betrifft, handelt es sich aber um die schlechtesten, die am Markt überhaupt noch erhältlich sind.”

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